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piert sie in: europäische, nordamerikanische, südamerikanische und asiatische
Banken.
Als „Kanker" werden nach englischem Sprachgebrauch die Firmen
bezeichnet, die vorwiegend fremde, ihnen von einem größeren oder kleineren
Kundenkreis auf kürzere oder längere Zeit anvertraute Gelder in ihrem
Geschäft verwenden.
Was die innere Verwaltung der englischen Banken anbelangt,
so ist zu bemerken, daß die Leitung der Bank in den Händen des koard ok
direetors sän der Spitze: der ehairman und der deputy chairman) liegt.
Er entspricht etwa dem deutschen Aufsichtsrat, tritt aber weit öfters als dieser,
in der Regel wöchentlich einmal, zusammen. Die Exekutive bilden die
managing directors, die bei einigen Instituten auch general Managers
(chief general Manager, Joint general Manager) heißen. Weitere Mit
glieder der Bankleitung sind: der general Managers' assistant, der eklet
aeeonntant (Hauptbuchhalter), der cashier (Kassendisponent), der finance
Manager usw.
Bei den e u g l i s ch e n Banken wird unterschieden:
authorized Kapital (bewilligtes Kapital),
subscribed Capital (gezeichnetes Kapital),
paid-up Capital (eingezahltes Kapital).
Vom Standpunkt des A k t i o n ä r s betrachtet setzt sich der Stammanteil
zusammen aus:
paid-up Capital (eingezahltes Kapital).
uncalled Capital (noch nicht eingefordertes Kapital),
reserve liäbility (Nachschußpflicht).
Von dem 20 £ betragenden Nominalbetrag der Westminster Bank-Aktie
sind z. B.:
£ 5 eingezahlt,
£ 5 rufbar (noch nicht eingefordert),
£ 10 Nachschußbetrag.
Den rufbaren Betrag kann die Gesellschaft jederzeit einfordern, den
Nachschußbetrag (reservs liäbility) jedoch nur im Falle der Liquidation,
sofern das Statut nichts anderes besagt.
Das englische Bankwesen der Gegenwart steht unter dem Zeichen der
Konzentration: Die großen Institute haben die kleinen aufgesaugt