Full text : Geld-, Bank- und Börsenwesen

10  G-babS  so.  A.

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inneren  Struktur  der  Kreditbank  in  vielem  entgegengesetzt.  Bei
Kreditbanken  und  Kreditgenossenschaften  spielt  eine  wesentliche  Rolle  das
Aktivgeschäft.  Diese  Institute  suchen  und  finden  ihre  wesentliche  Aufgabe  in
der  Kreditgewährung.  Die  Sparkassen  sind  zwar  ebenfalls  Kreditvermittler,
aber  ihre  Aufgabe  ist  zunächst,  den  Sparsinn  zu  fördern,  jedem
die  Möglichkeit  zum  volkswirtschaftlich  produktiven  Sparen  zu  geben.  Wer
spart,  und  dadurch  zur  heimischen  Kapitalbildung  beiträgt,  vergrößert  damit
das  dauernde  Fundament  für  die  Beschäftigung  von  Arbeitern.  Ohne  Sparen ­
  gibt  es  keinen  wirtschaftlichen  Fortschritt.  Sparen  ist  Verbrauchseinschränkung ­
  zum  Zwecke  der  Vermögensansammlung. ­
  Sparkassen  sind  Anstalten  zur  Sammlung  dieser  nicht
verbrauchten  Einkommensteile.  Die  Kreditgewährung  betreiben  die  Sparkassen ­
  nicht  als  Selbstzweck,  sondern  um  die  ihnen  anvertrauten  Spargelder
nutzbringend  anzulegen.  Spargelder  sind  zum  größten  Teil  als  d  a  u  e  r  n  d  e
Anlage  zu  betrachten  und  unterscheiden  sich  dadurch  von  den  äußerst
beweglichen  Betriebsreserven  der  Geschäftswelt,  die  den  Banken  als  Depositengelder ­
  zufließen.
Im  Gegensatz  zu  den  Kreditbanken  und  Genossenschaften  haben  die  Sparkassen ­
  von  ihrer  Gründung  an  ohne  oder  nur  mit  geringem  Eigenkapital
gearbeitet.  Sie  genossen  und  genießen  Vertrauen  als  staatliche  Organisation ­
  swie  die  Postsparkassen,  die  französischen  und  englischen  Institutes,
oder  weil  Kommunen  mit  ihrer  gesamten  Steuerkraft  hinter  ihnen  standen
swie  in  Deutschlands,  oder  weil  sich  die  Gründer  eines  großen  Kredits  er-Mannheim
  1932.  I.  Hofflkann,  Deutsche  Sparkasseneinheit.  Berlin  1931.
E.  Kleiner,  Das  Recht  der  öffentlichen  Sparkassen.  Berlin  1930.  E.  Kleiner ­
  und  Präsident  E.  Kleiner,  Die  Preußische  Sparkassengesetzgebung.  Berlin
1933.  Marquardt-Perdelwitz,  Das  Preußische  Sparkassenrecht.  Berlin
1933.  F.  Nissen,  Die  bankmäßige  Betätigung  der  Sparkassen.  Stuttgart
1926.  H.  R  e  u  s  ch,  Das  Sparen  bei  den  deutschen  Sparkassen.  Berlin  1934.
W.  Rudloff,  Die  Kreditpolitik  der  Sparkassen.  Berlin  1932.  Schaarschmidt,
Die  Sparkassenkredite,  ihre  Sicherung  und  Einziehung.  Berlin  1936.  A.  S  o  m°
m  e  r,  Sparkassen  und  Konjunktur.  Berlin  1934.  Die  Sparkasse  und  die
Deutsche  Sparkassen-  Zeitung  sind  Organe  des  deutschen  Sparkassen- ­
  und  Giroverbandes.  Das  „Forschungsinstitut  für  das  kommunale  Sparkassen- ­
  und  Kreditwesen  des  Deutschen  Sparkassen-  und  Giroverbandes"  unterrichtet ­
  periodisch  über  das  Schrifttum  des  deutschen  Sparkassenwesens.  Der
7.  Nachtrag  erschien  im  Juli  1937.
            
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