Beispiel 1
Debet Herr Fritz Techner,
Datum
193.
Verfalltag
193.
zahlen
EU
Rpl
April
3
An eingelöster Scheck . . .
April
3
87
870
1000
—
„
20
, Zahlung Bergmann . .
,
20
70
350
500
—
Mai
25
„ Giro Überweisung an
Brauer & Co
Mai
25
35
420
1200
—
"
30
„ uns. Annahme Ihrer Ziehung
Juni
20
10
200
1840
2000
4700
—-Juni
80
„ Zinsen 6 % auf 181 sch t)
3
—
, Prov. i/ 6 0/ 0 auf 4700 EM
7
85
, Auslagen für Porti usw. .
2
15
1840
4713
—
Juli
1
An Saldo-Vortrag.....
Juni
30
> :
2413
—
Irrtum
Schmidt &
y) Methoden und Bedingungen
Die Zinsen im Kontokorrent können entweder in der Weise ermittelt
werden, daß jeder Posten im Soll und im Haben als selbständige Kapitalanlage
erscheint und für sich bis zum Abschtußtage verzinst wird sEpochekonlokorrentj,
oder aber es wird bei jeder Veränderung des Konlostandes
der Saldo gezogen, und von diesem Saldo werden — in der Regel auf
einem besonderen Blatt, der Staffel — Zinszahlen bis zur nächsten Veränderung
des Saldos gerechnet (Saldo- oder Staffelkontokorrent). Beim
Epochekontokorrent ist zu unterscheiden die progressive (fortschreitende)
und die retrograde (rückwärts schreitende) Methode.
Bei der progressiven oder deutschen Methode werden aus
beiden Seiten des Kontokorrents die Tage vom Verfalltage der einzelnen
Posten bis zum Abschlußtermin des Kontokorrents gezählt.
>) # = Zeichen für Zinszahl.
226
Progressive Methode
vorbehalten.
Stroner
Es sind vom 3. April bis zum 30. Juni 87 Tage
20. April „ „ 30. Juni 70
„ 26. Mai „ „ 30. Juni 36 „
„ 20. Juni „ „ 30. Juni 10 „ usw.
Erwähnt sei hierbei noch, daß der Verfalltag häufig nicht gleichbedeutend
mit dem Tage ist, an dem die Buchung des Postens erfolgt. Akzeptiert ein
Bankier (Beispiel S. 226) am 30. Mai eine auf ihn von dem Kunden
gezogene Tratte, die am 20. Juni fällig ist, so erfolgt die Belastung natürlich
erst per Verfall s20. Juni) oder einen Werktag früher.
Zahlungen, Sendungen und Giroüberweisungen werden dem Kunden in
der Regel erst per nächsten Werktag gutgeschrieben (salutiert), dagegen
Schecks mitunter „Wert Ausstellungstag" belastet, auch wenn sie erst einige
Tage später zur Auszahlung gelangen.
Der Provisionssatz wird bei Eröffnung des Kontokorrentverkehrs
zwischen dem Bankier und dem Kunden vereinbart. Provisionsfrei
sind reine Depositen-, Scheck- und Girokonten, provisions p f l i ch -
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