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Messung ist weiter kompliziert, da sich nicht alle Preise gleichmäßig und
gleichzeitig nach oben oder unten bewegen.
Zur Veranschaulichung der Kaufkraftbewegung des Geldes und der
Preisbewegung eines Zeitraums dienen Indexziffern (Index numhers);
Der durchschnittliche Preis einer Ware, die für den Vergleich maßgebend
sein soll, wird für einen bestimmten Ort und einen bestimmten
Zeitraum gleich 100 gesetzt, und für die folgenden Jahre wird berechnet,
wie sich die Ziffern verhältnismäßig geändert haben. Die ersten großen
Aufzeichnungen dieser Art stammen von Newmarch und Jevons.
Diese haben die für eine Anzahl wichtiger Waren in den Jahren 1845 bis
1850 notierten Großhandelspreise benutzt, um einen Vergleich
für die nächsten Jahre anzustellen Z. Ihre Tabellen wurden seit 1867
vom Londoner „Economist" übernommen; später diente der Preisdurchschnitt
des Zeitraums 1901/05 als Grundlage.
Der Ausgangswert bezieht sich auf die Preise der Waren für die Zeit von
1845—1850 und ist 22 mal 100 — 2200. 1870: 2689; 1880: 2538; 1890: 2236;
1901: 2125; 1910: 2390; 1913; 2747; 1914: 2623.
Bekannt sind weiter die Tabellen von dem englischen Statistiker
A. S a u e r b e ck. Dieser nahm für seine aus den Preisen von 45 Waren
abgeleiteten Indexzahlen die Durchschnittspreise der Jahre 1867—1877
zum Ausgangspunkt.
Während man sich ursprünglich mit einfachen Entwicklungsreihen begnügte,
berechnet man heute Mittelwerte. Bei der Methode des g e w o g e -
n e n Index werden die Preise jeder Ware nach dem Grad ihrer Bedeutung
für die Bedürfnisbefriedigung mit einem bestimmten Koeffizienten
(Gewicht) multipliziert, danach die Produkte addiert und durch die Summe
der Koeffizienten dividiert.
Trotzdem hat auch diese Form des Index Mängel, da einmal die Auswahl
der Waren, wie die Bestimmung ihrer Wichtigkeit für die Volkswirtschaft
nicht ganz einfach sind und ferner während des Vergleichszeitraums
Jevons (Geld und Geldverkehr, Leipzig 1876) schlug vor, „eine Anzahl
von Waren, etwa 100, mit besonderer Rücksicht darauf zu wählen, daß ihre
Schwankungen möglichst unabhängig voneinander sind, und dann das geouietrische
Mittel der Verhältnisse, nach denen ihre Goldpreise sich verändert
haben, logarithmisch zu berechnen."