Full text: Geld-, Bank- und Börsenwesen

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gekauftenDevisen ihrer ausländischen Bankverbindung zumEinzug geben und 
aus dem hierdurch im Auslande entstandenen Guthaben Schecks ausschreiben 
oder „telegraphische Auszahlung" in dem benötigten Betrage verkaufen. 
Forderungen und Verpflichtungen zwischen einem Lande und der Ge 
samtheit aller Länder bilden die Leistnngsbilanz eines Landes. 
Diese wird in drei Gruppen geteilt: 
1. die Handelsbilanz, d. i. die Gegenüberstellung der Forderungen 
und Verpflichtungen aus der Wareneinfuhr und der Warenausfuhr 
eines Landes innerhalb eines Jahres, 
2. die Bilanz aus Dienstleistungen svor allem dem Schiff- 
fahrts- und Fremdenverkehr), 
3. die Bilanz aus Zinsen; Anlagen im Auslande bringen Zinsen, 
und Anleihen im Auslande müssen verzinst werden. 
Ist die Handelsbilanz passiv, d. h. werden für einen größeren 
Betrag Waren ein- als ausgeführt, so schließt dies nicht aus, daß die 
Leistungsbilanz aktiv ist. 
Die Leistungsbilanz sWarenhandel, Dienstleistungen, Zinsen) 
bilden mit der Bilanz der Gold - und Devisen beweg ungen 
und der Bilanz der Kapitalbewegungen (Anleihen im Aus 
lande, Anleihen an das Ausland, Einziehung von Forderungen an das 
Ausland, Rückzahlung von Auslandsschulden) die Zahlungsbilanz. 
Diese muß immer mit ± 0 abschließen. 
Für das Jahr 1935 ergab sich (nach dem Statistischen Jahrbuch fiir das 
Deutsche Reich) folgende Zahlungsbilanz: 
in 
Millionen RM 
Warenhandel . 
Eingang 
Ausgang 
Saldo 
4335 
4338 
— 3 
Dienstleistungen 
937 
486 
-st 451 
Zinsen 
100 
650 
— 550 
Leistungsbilanz: 
Summe 
— 102 
Eingang 
Ausgang 
Saldo 
Gold- und Devisenbewegungen 
34 
4 
-st 30 
Kapitalbewegungen 
837 
710 
-st 127 
Ungeklärter Rest 
55 
Summe -st 102
	        
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