Full text : Geld-, Bank- und Börsenwesen

376

fein  erklärt  sich  dadurch,  daß  die  Bank  von  England  von  den  englischen
Banken  durch  Rediskontierungen  nicht  in  Anspruch  genommen  wird.  Dagegen ­
  nehmen  die  hill  brokers  oder  discount  hrokers  bei  der  Bank  von
England  öfter  Kredite  auf,  besonders  dann,  wenn  von  ihnen  die  Banken
die  als  tägliches  Geld  gegebenen  Darlehen  zurückziehen.  Man  nennt  dies:
„der  Markt  kommt  in  die  Bank".
Die  Aufteilung  in  Discounts  and  Advances  und  Securities  läßt  erkennen, ­
  ob  Diskont-  oder  Lombardkredite  auf  direkte  Anforderung  des
Marktes  (insbesondere  an  die  Billbrokers)  gewährt  sind,  oder  ob  die  Bank
von  sich  aus  (durch  ihre  open  marlret-Politik)  am  Markt  als  Käufer
von  Securities  aufgetreten  ist.  Diskontpolitik  und  Offen-Markt-Politik
der  Bank  von  England  ergänzen  sich  und  werden  aufeinander  abgestimmt.
Die  Bank  von  England  diskontiert,  wenn  sie  große  verfügbare  Mittel  besitzt,
häufig  auch  unter  ihrer  „B  a  n  k  r  a  t  e".  Am  offenen  Markt  kaufen  Depositenbanken, ­
  Diskonthäuser  und  Wechselmakler  Wechsel  zur  „M  a  r  k  t  r  a  t  e"  (Privatdiskont)
  an,  die  niedriger  als  die  Bankrate,  aber  bei  der  verschiedenartigen  Qualität ­
  der  gehandelten  Wechsel  kein  einheitlicher  Satz  ist.  Zu  unterscheiden
sind  „bank  bills“  (von  Banken  ausgestellte  und  indossierte  Wechsel)  und  „trade
bills"  (von  Handelsfirmen  ausgestellte  und  indossierte  Wechsel),  die  einen  höheren
Diskont  als  die  „bank  bills"  bedingen.
3.  Noten  ((blotes).  Noten  erhält  die  Bankabteilung,  wie  erwähnt,
von  der  Emissionsabteilung  im  Tausch  gegen  die  entsprechende  Menge
gemünzten  oder  ungemünzten  Goldes.  Der  Notenbestand  der  Bankabteilung ­
  ist  die  N  o  t  e  n  r  e  s  e  r  v  e  der  Bank,  d.  h.  die  Summe,  die  jederzeit ­
  ohne  neue  Goldeingänge  von  der  Bank  verausgabt  werden  kann.
4.  Gold-  und  Silbermünzen  (gold  and  silver  coin)  bilden
die  Handkasse  (Rill  money)  der  Bankabteilung.
Der  Be  st  and,  den  die  Bankabteilung  an  Banknoten
und  an  Gold-  und  Silbermünzen  besitzt,  ist  die
Reserve  der  Bank  und  somit  auch  gleiche  zeitig  die
Reserve  des  gesamten  Landes  (Totalreserve).
Auf  diese  beiden  Posten  lenkt  der  Sachkundige  bei  Beurteilung  des
Wochenausweises  der  Bank  von  England,  der  für  den  internatioiralen
Geldmarkt  von  größter  Bedeutung  ist,  zuerst  seinen  Blick.  Diesem  Betrage ­
  (38  875  978)  gegenüber  stehen  die  Verbindlichkeiten  der  Bank:  Staatsdepositen ­
  und  Privatdepositen  insgesamt  191  473  066  £.  Das  Verhältnis
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.