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heitliche (errechnete), ober sie werden von Fall zn Fall von den Kontra
henten vereinbart (variable Kurse).
Die Berliner Börse hat, wie auch die Mehrzahl der deutschen
Provinzbörsen, im Kassahandel den Einheitsknrs. Wie er er
rechnet wird, ist im nächsten Abschnitt dargestellt.
Da zu diesem Einheitskurse alle Aufträge, soweit der Kurs solche zuläßt,
ausgeführt werden, bietet er dem Publikum einen Schutz vor Übervor
teilung („Kursschnitt") durch unredliche Bankiers. Aber der Einheits
kurs hat auch Nachteile, vor allem den, daß seine Bildung durch Zufällig
keiten beeinflußt wird und nur die Börsenstimmung zum Ausdruck kommt,
die zur Zeit der Kursfeststellung herrschte; nachher eintreffende Nach
richten können den Kurs nicht mehr beeinflussen.
Neben dem E i n h e i t s kurs besteht bei einer Reihe von Papieren, die
vom Börsenvorstand ausdrücklich zu dieser Art des Handels zu
gelassen sind, die Notierung fortlaufender (variabler,
schwankender) Kurse. Der Handel erfolgt zu festen, jeweils zwischen
den Parteien vereinbarten Kursen, wie sie beim Zeitgeschäft üblich sind.
Das Ventil, das der Handel, der in den engen Rahmen des Einheitskurses
nicht mehr zu zwängen war, vor dem Kriege sich geöffnet hatte, war der
„freie Verkehr". 1917 wurde der fortlaufende K u r s für eine An
zahl Effekten zugelassen.
Als am 12. April 1932 wieder Kurse notiert und veröffentlicht werden
durften, bezog sich dies nur auf das K a s s e g e s ch ä f t. Von der feinst-
entwickelten Form des Börsenverkehrs, dem Terminhandel, war man —
vorläufig — zu einer einfacheren übergegangen. Technisch aber hat der
Fortfall des Terminhandels zu einer Erweiterung des Kassehandels z»
variablen Kursen geführt, zu dem die meisten früheren Termin-
werte zugelassen worden sind. Auch sonst sind einige Werte mit größerem
Umsatz in den Kreis der variablen Effekten aufgenommen worden.
Als Markt des Massenverkehrs hat sich die Börse für gewisse Fälle ein
eigenes Maß geschaffen: den „Börsenschluß" (im Warenhandel auch „Los"
genannt). Die Mindestsumme im Terminhandel und im variablen Ver
kehr ist an den einzelnen Börsen und auch innerhalb derselben Börse für
die einzelnen Effektengattungen verschieden. An der Berliner Börse be
trägt ein Börsenschluß im Börsenterminhandel für die meisten Effekten
gattungen 6000 RM; im variablen Verkehr 25 Stück, 2000, 3000,