Full text : Volkswirtschaftslehre

Die  Güterbeschaffung

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Zunahme  der  erwerbstätigen  Frauen  von  24  o/o  der  gesamten ­
  weiblichen  Bevölkerung  1882  auf  30,37  o/o  1907.

Die  Arbeitsgliederung:  Arbeitsteilung,  Arbeitsgemeinschaft, ­
  Arbeitsvereinigung x ).  I.  „Arbeitsteilung"  im
Sinne  der  Volkswirtschaftslehre  bedeutet:  mehrere  Personen, ­
  Wirtschaften,  Betriebe  oder  Unternehmungen  teilen
sich  in  eine  Arbeit,  die  eine  entweder  bis  dahin  allein  verrichtet ­
  hat  oder  doch  verrichten  könnte  (anders  Bücher),  und
zwar  zu  ungleichen  Teilen,  so  daß  jeder  einen  anderen ­
  Teil  der  Gesamtheit  verrichtet  —  denjenigen  nämlich, ­
  den  er  am  besten  verrichten  kann;  II.  „Arbeitsgemeinschaft": ­
  durch  die  gemeinsame  Arbeit  mehrerer  Personen ­
  (nicht  Wirtschaften  usw.)  wird  eiue  Arbeitsleistung  erzielt, ­
  die  eine  allein  überhaupt  nicht  oder  doch  nicht  so
effektvoll  zu  verrichten  vermöchte,  —  sei  es,  daß  sie  sich  zu
gleichen  Teilen  in  eine  dem  einzelnen  zu  große  Arbeit
teilen  („Arbeitshäufung"),  sei  es,  daß  sie  verschiedene,
von  einer  Person  nicht  zu  verbindende  Arbeiten  verrichten
(„Arbeitsverbindung");  III.  „Arbeitsvereinigung":
eine  Person  (Unternehmung)  vereinigt  mehrere,  gar  nicht
untereinander  zusammenhängende  Arbeiten  in  sich.
I.  Die  Arbeitsteilung  ist  nach  Bücher:  1.  „Berufsbildung" ­
  oder  gesellschaftliche  Arbeitsteilung  in  Urproduktion, ­
  Handwerk,  Handel  und  „liberale  Berufe"  —  entstanden, ­
  wie  gezeigt,  beim  Übergang  zur  Stadtwirtschaft  aus  der
hauswirtschaftlichen  Arbeitsteilung  im  Fronhof;  2.  „Bern ­
  f  s  t  e  i  l  u  n  g"  oder  „S  p  e  z  i  a  l  i  s  a  t  i  o  n",  d.  h.  die  Teilung ­
  des  ganzen  Arbeitsgebietes  eines  Gewerbes  in  mehrere
unabhängig  nebeneinander  stehende  Berufe  (z.  B.  Schmied
—•  Nagelschmied,  Hufschmied  usw.);  3.  „Produktionsteilung", ­
  d.  h.  die  Teilung  des  ganzen  Herstellungsprozesses ­
  eines  Gutes  in  mehrere  zeitlich  aufeinanderfolgende,
einander  bedingende  Abschnitte  unter  mehrere  selbständige
Produzenten  (z.  B.  der  Anfertigung  Zeines  Rockes  unter

i)  Vgl.  Bücher,  Entstehung  der  Volkswirtschaft.
            
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