Full text : Verkehrsgeographie der Eisenbahnen des europäischen Rußland

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39  (zweimal)  und  43  W  (zweimal)  erreicht.  Die  Distanz  von  43  W  ist
die  längste  Strecke  zwischen  zwei  Stationen  im  Russischen  Reich  beider
Erdteile.  Wenn  diese  Maximaldistanz  auf  der  Wjatka-Dwinabahn  auch
nicht  erreicht  wird,  so  ist  die  durchschnittliche  Entfernung  hier  noch
etwas  größer  (359  W,  14  Stationen).  Von  einem  Falle,  der  6W  vom
Ausgangspunkte  entfernten  Haltestelle  Wjatka  II  abgesehen,  ist  die
Stationsdistanz  hier  überall  23—32  W.  Die  durchschnittliche  Entfernung ­
  von  Station  zu  Station  beläuft  sich  auf  diesen  beiden  nördlichsten ­
  Bahnen  des  eigentlichen  Rußland  auf  25  W.
Ein  gesondertes  Verkehrsgebiet,  das  lange  Zeit  überhaupt  ohne  jede
Fühlung  mit  dem  übrigen  russischen  Eisenbahnnetz  geblieben  war,  ist
das  Uralland,  das  durch  die  neue  Petersburg-Permer  Linie  und  die
Anschlußlinie  von  Jekaterinburg  nach  Tscheljabinsk  in  engere  Verknüpfung ­
  mit  den  Reichszentren  gebracht  ist.  Ist  jener  schon  oben
gedacht  worden,  so  wird  der  europäische  Teil  der  sibirischen  Bahn  etwa
von  Kinel  ab,  wo  die  transkaspische  Bahn  über  Orenburg  nach  Taschkent
abzweigt,  bis  Tscheljabinsk  hier  berücksichtigt,  da  ihre  Aufgabe  auch
die  Aufschließung  des  mittleren  Urals  ist.  Von  einigen  Nebenbahnen
abgesehen,  auf  denen  Stationsentfernungen  bis  zu  27  W  vorhanden  sind,
sind  die  Verkehrs  Verhältnisse  im  Uralgebiet  günstig.  Die  schnell  aufgeblühte ­
  Bergwerksindustrie,  die  in  rascher  Folge  Hütte  auf  Hütte  entstehen ­
  ließ,  brachte  schon  an  der  älteren,  weit  nach  Nordost  ausbiegenden
Bahn  Perm—Nischni  Tagil—Jekaterinburg  eine  verhältnismäßig  enge
Aneinanderreihung  von  Stationen.  Ähnlich  auf  der  neuen  abkürzenden
Linie  Perm—Kungur—Jekaterinburg  und  der  Fortsetzung  nach  Tscheljabinsk. ­
  Wenn  sich  für  das  Uralgebiet  eine  mittlere  Stationsentfernung
von  11  W  erbringen  läßt,  so  trägt  zu  dem  günstigen  Ergebnis  wesentlich
die  Anstieglinie  Kinel—Ufa—Slatoüst—Tscheljabinsk  bei,  die  bei  einer
Länge  von  902  W  104  Zwischenpunkte  zählt.  Ist  schon  auf  der  Linie
Petersburg—Wjatka—Tscheljabinsk  die  Zahl  der  kleinen  Anhalteorte
groß,  so  steigert  sie  sich  noch  auf  der  Bahn  Kinel—Tscheljabinsk,  um
.eine  weitere  Erhöhung  auf  der  asiatischen  Fortsetzung  zu  erfahren 1 ).
Bei  weitem  die  günstigsten  Verkehrsverhältnisse  hat  Finnland.  Das
Großfürstentum,  das  hinsichtlich  seiner  unwirtlichen  Bodenverhältnisse
und  der  geringen  Besiedlungsmöglichkeiten  nur  von  ganz  wenigen
Provinzen  des  eigentlichen  Rußland  übertroffen  wird,  zählt  an  seinen
Bahnen  auf  rund  7  km  einen  Zwischenpunkt.  Dabei  sind  freilich  die
vielen  kleinen  Punkte,  an  denen  auch  die  Personenzüge  nur  bei  Bedarf
halten  und  die  zuweilen,  fast  allein  dem  Holztransport  und  den  Bedürfx

 )  Auf  der  Strecke  Tscheljabinsk—Irkutsk  kommen  auf  eine  Station  beinahe
zwei  Nebenhaltestellen.  An  der  3066  W  langen  Linie  liegen  278  Halteorte,  darunter
173  kleinere  Punkte.  Die  größte  Distanz  beträgt  nur  26  W,  ist  also  beträchtlich
kleiner  als  auf  vielen  Bahnen  im  europäischen  Rußland.
            
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