Full text : Oekonomik der Transformationsperiode

11*  Bucharin:  Oekonomik,

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der  Ueberreste  der  früheren  (rein  kapitalistischen)  Kreisläufe
der  Produktion,  —  hier  trennt  sich  der  Konsumtionsprozeß  von
dem  Produktionsprozeß  und  wird  mit  ihm  inkommensurabel;
b)  durch  zwangsmäßige  Erfassung  der  landwirtschaftlichen  Produkte ­
  aus  dem  Dorfe  (hier  besteht  der  Unterschied  zu  der  „normalen“ ­
  Lage  darin,  daß  diese  Erfassung  nur  zum  Teil  auf  unmittelbar ­
  wirtschaftlichen  Methoden  beruht,  folglich  nimmt  am
Reproduktions-Kreislauf  nur  die  eine  Hälfte  der  „Volkswirtschaft“ ­
  teil);  c)  durch  unproduktive  Methoden  der  Beschaffung
von  Produkten  (Kriegsbeute,  wenn  die  Magazine  von  Hand  zu
Hand  gehen  usw.).
Drittens,  inwiefern  der  Produktionsprozeß  vom  Konsumlionsprozcß
  getrennt  wird,  insofern  treten  —  sogar  dort,  wo  der
freie  Markt  bestehen  bleibt  —  die  Konsumtionsmotive  an  die
Oberfläche  der  Erscheinungen.
Die  dialektisch-historische  Methode  unterliegt  nicht  nur
keiner  Beschränkung,  sondern  drängt  sich,  im  Gegenteil,  in  den
Vordergrund,  Die  Formkomponenten  der  neuen  Beziehungen,  ihre
Verquickung  mit  den  alten,  mitunter  in  höchst  merkwürdigen
Kombinationen  —  all  dies  macht  aus  den  Produktionsverhältnissen
der  Uebergangsperiode  einen  Komplex  sui  generis.  Ferner  ist
vollkommen  klar,  daß  der  dialektisch-historische  Standpunkt,  der
das  Prinzip  der  beständigen  Veränderlichkeit  der  Formen,  das
Prinzip  der  Erkenntnis  der  Prozesse  hervorhebt,  unvermeidlich ­
  hervorgehoben  werden  muß  bei  der  Untersuchung  der
Periode,  in  der  Verschiebungen  der  sozialen  Schichten  mit  der
ungeheuren  Geschwindigkeit  geradezu  geologischer  Natur  stattfinden. ­
  Der  relative  Charakter  der  „Kategorie“  der  politischen
Oekonomie  wird  absolut  offenkundig.
Das  Postulat  des  Gleichgewichtes  gilt  nicht.  Das  Gleichgewicht ­
  ist  als  Zustand  zu  betrachten,  zu  dem  das  System  (wenn
es  existieren  wird)  gelangen  muß,  aber  auch  nicht  gelangen  kann.
            
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