fullscreen: Oekonomik der Transformationsperiode

waren, Raubhandel usw.).*) In allen diesen Fällen kann jedoch 
die Ware keine allgemeine Form sein. Hier fehlt die Waren 
produktion und Warenwirtschaft als Typus der gesellschaftlichen 
Struktur, hier kann sogar eine einheitliche Wirtschaft nichts sein 
(z. B. der frühere Kolonialaustausch). Die Ware kann nur inso 
fern eine allgemeine Kategorie sein, inwiefern ein beständiger 
und nicht zufälliger gesellschaftlicher Zusammenhang auf einer 
anarchischen Basis der Produktion vorhanden ist. Folglich, in 
wiefern an Stelle der Elementarkraft ein bewußter gesellschaft 
licher Regulator tritt, insofern verwandelt sich die Ware in Pro 
dukt und verliert ihren Warencharakter. 
Der Wert taucht dann auf, wenn wir eine regelmäßige 
Warenproduktion haben. Hier ist nicht der zufällige, sondern 
der beständige Typus des anarchischen Zusammenhanges durch 
den Austausch zwingend. Auch hier ist ein Zustand des Gleich 
gewichtes notwendig. Das Wertgesetz ist auch nichts anderes 
als das Gesetz des Gleichgewichtes im anarchischen Waren 
system, Von diesem Standpunkt aus ist zum Beispiel klar, daß 
der Tausch von Elfenbein gegen Korallen (dort, wo, wie Marx 
sagte, der Austausch wirklich ein Betrug ist) kein Wertaus 
tausch ist. Nicht jeder Austausch ist ein Warenaustausch (wenn 
Buben Federn tauschen oder wenn der proletarische Staat den 
Produktenaustausch zwischen Stadt und Land praktiziert). 
Andererseits ist nicht jeder Warenaustausch ein Wer/austausch 
(z, B. der Austausch auf dem „freien Markte“ mit seinen hane 
büchenen Preisen ist kein Wertaustausch, obwohl er ein Waren 
austausch ist). Folglich ist der Wert als Kategorie des kapita 
listischen Warensystems in seinem Gleichgewicht am wenigsten 
brauchbar für die liebergangsperiode, wo die Warenproduktion 
in hohem Grade verschwindet und wo das Gleichgewicht fehlt. 
*) Marx unterscheidet (Einleitung, „Zur Kritik") neben den Produk 
tionsverhältnissen abgeleitete Produktionsverhältnisse. Von dem Eintreten 
der letzteren ist auch die Rede.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.