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nach dem Kriege verschärfen den Prozeß der Zerstörung der
Produktivkräfte und beschleunigen den Zusammenbruch des ka
pitalistischen Systems, Glied auf Glied; die revolutionäre Erobe
rung der Macht durch das Proletariat und die Umwälzung in der
Produktionsweise, sei es auch nur eines Landes, verschärfen
außerordentlich den Prozeß der Zerstörung der alten Ideologie,
„revolutionieren” die Arbeiterklasse in den anderen Ländern,
wozu ja die Voraussetzung durch die ganze vorhergehende
Entwicklung gegeben ist; In den ersten Sowjetrepubliken hat das
Proletariat seine Organisationen, die über ein Maximum von so
zialer und materieller Macht verfügen. Inmitten des zerfallenden
Weltsystems der kapitalistischen Wirtschaft bilden sie also un
vermeidlich neue Kristallisationspunkte, Anziehungszentren der
proletarischen Energie und den größten Faktor einer weiteren
Zersetzung des kapitalistischen Systems. In der ganzen kapita
listischen Welt schreitet die Zerrüttung, ungeachtet der Ver
suche, dem Kapitalismus neues Leben einzuhauchen, mit giganti
schen Schritten vorwärts. Die Produktivkräfte sinken. Die Pro
duktionsverhältnisse geraten in Zersetzung und Verfall. Das öko
nomische Gleichgewicht zwischen den Produktionssphären fehlt,
und die Gleichgewichtsstörung nimmt immer krassere Formen
an. Das soziale Klassengleichgewicht fehlt ebenso, und es kommt
zum entscheidenden Konflikt. Die politische Organisation oder
richtiger die Staaten der Bourgeoisie erleben eine Krise, denn
der Weltimperialismus erweist sich als unfähig, eine absolut ein
heitliche, in allen seinen Teilen gleichmäßige Politik zu führen.
Die kapitalistischen Armeen zersetzen sich. Soweit die Produk
tionsanarchie der Welt und ihr Ausdruck, die Weltkonkurrenz,
den bürgerlichen Staatsorganisationen ihren blinden Willen dik
tieren, nimmt der ganze Prozeß immer mehr den elementaren
Charakter des Zerfalles an. Die elementare Natur der kapitalisti
schen Beziehungen schafft auf der Grundlage ihrer Zerstörung