Full text: Oekonomik der Transformationsperiode

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ein. Die technische Funktionsrolle der Kopfarbeiter ist mit ihrer 
Vorzugsstellung als soziale Klassengruppe verwachsen, einer 
Stellung, die ä la longue nur unter der Herrschaft des Kapitals 
eine Monopolstellung sein kann. Der Widerstand dieser Schicht 
ist daher unvermeidlich, und in der Ueberwindung dieses Wider 
standes liegt das innere Grundproblem der aufbauenden Phase 
der Revolution. Bei der grundlegenden Bedeutung der Produk 
tionsverhältnisse innerhalb,der Arbeiterklasse, die sich immerfort 
neu erzieht und den Prozeß der „Bildung der revolutionären 
Assoziation“ fortsetzt, wird die ganze Arbeit auf die Arbeiter 
klasse und ihre eigene, proletarische Intelligenz, die durch den 
ganzen Gang des revolutionären Kampfes erzogen worden ist, 
abgewälzt. Die neue Kombination, d. h. die Unterordnung der 
technischen Kopfarbeiter unter das Proletariat, wird unvermeid 
lich auf dem Wege des Zwanges von seiten des Proletariats und 
der Sabotage von seiten dieser Kopfarbeiter durchgeführt. Eine 
relative Stabilität des Systems wird erst in dem Maße erzielt, 
wie die akkumulierten Bindungen der alten Art sich in den 
Köpfen dieser sozialen Kategorie verflüchtigen und die neuen 
Beziehungen und der neue Typus des Zusammenhanges von ihr 
langsam angeeignet werden. 
Hier muß vor allem die Gesamtsumme der neuentstehenden 
Produktionsverhältnisse theoretisch untersucht werden. Denn da 
entsteht eine Frage von so grundlegender Bedeutung: wie ist 
überhaupt eine andere Kombination der Personen- und techni 
schen Produktionselemente möglich, wenn die Logik des Produk 
tionsprozesses selbst Zusammenhänge ganz bestimmter Art er 
heischt? Ein Ingenieur oder Techniker muß doch den Arbeitern 
Befehle erteilen und muß infolgedessen über ihnen stehen? Ge 
nau so muß ja der ehemalige Offizier in der Roten Armee über 
dem gemeinen Soldaten stehen. Hier wie dort steckt eine innere, 
rein technische, sachliche Logik, die bei jeder beliebigen Gesell-
	        
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