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3. Unterricht und Uebung, um den Ausfall wett zu machen oder nötigen
falls unter Berückfchtigung des Lebensganges und der bisherigen Tätig
keit Beratung und Vorbereitung für einen neuen geeigneten Beruf.
4. Vermittlung einer Arbeitsgelegenheit für den laut 3 neu Orientierten,
wenn irgend möglich in feinem Heimatsorte und in feinem alten Berufe.
Dem Anträge wurde (tattgegeben. Der unter dem Vorffe des Herrn
Oberbürgermeifters gebildete Ausfchuf fchlofs |ich an die inzwifchen ins
Leben gerufene Provinzial-
Organifation für Kriegsbe-
fchädigte an. Für Handwerker
An- und Umlernung, Links-
fchrift, Patronenzeichnen,
kaufmännifches Rechnen ufw.
finden freie Unterrichtskurfe
in den fädtifchen Fach- und
Fortbildungsfchulen ftatt. Für
die in diefen Kurfen erforder
lichen Lernmittel bewilligte
die W.-Z.bis zum 31. Mai 1917
Mk. 288,45. Die in den
Barmer Lazaretten unterge
brachten auswärtigen Befchädigten erhalten mit Rückficht auf die unbe-
ftimmte Dauer ihres Aufenthaltes nur Berufsberatung und, abgefehen von
Linksfchrift-Unterricht, nur geiftige Anregung durch gefchichtliche Vorträge,
Gefang ufw., dagegen keinen praktifchen Fachunterricht.
Zur Herfellung vervollkommneter Erfafglieder, insbefondere künftlicher
Beine, bewilligte die W.-Z. den Betrag von Mk. 3000.—.
Die Wohlfahrtzentrale felbft befchäftigt eine gröfere Anzahl Kriegs-
befchädigter in ihren Werkftätten für Schuhmacherei, Korbfechtere! und
Inftandfefung von Ausrüftungsgegenfänden.
Erwähnt fei auch an diefer Stelle die gelegentlich der Barmer Aus-
ftellung für Verwundeten- und Krankenfürforge im Kriege in der Textil-
fchule erfolgte Vorführung Kriegsbefchädigter bei der Arbeit.
3. Krieger-Witwen- und Waisen-Fürsorge.
Im Oktober 1916 wurde durch die Wohlfahrtzentrale eine Fürforge-
felle für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen mit folgender
Arbeitsanweifung ins Leben gerufen:
Kriegsbefchädigfe bei der Arbeit
auf der Barmer Ausftellung 1915
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