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Am meisten illustrierte er seine gesprochenen Ge
danken durch die Handbewcgungen. Hände und Arme
waren in fast unausgesetzter Tätigkeit. Ruhig verhielt
er sich nur bei den scharfen, rein juristischen Deduktionen,
für die er die volle Aufmerksamkeit der Richter bean
spruchen wollte; dann stützte er sich leicht mit der linken
Hand auf den Tisch und verbarg die rechte, die immer
eines der Oktavblättchen hielt, hinter dem Tuch der
tiefausgeschnittenen Weste. Galt es aber eine rhetorische
Wirkung zu erzielen, so gestikulierte er mit der Rechten
in ganz merkwürdiger Weise. Da schnellte er den Arm
nach vorn, als ob er boren wollte, da zerhackte er mit
dem zusammengekniffenen Blättchen die Luft, als ob
er Zweivierteltakt im Prestissimo schlüge, da hob er
wie drohend die Hand auf und fuchtelte damit so leiden
schaftlich, daß ihm mehrfach die geschriebenen Seiten
entfielen und in langsamen Schwingungen zu Boden
flatterten. Da dieser Effekt sich zwei- oder dreimal
und immer am Schluß eines Gefüges seiner Beweis
führung wiederholte — so daß die Pause, die durch das
Sammeln und Aufheben der Blätter notwendig wurde,
sehr erwünscht war —> so konnte ich mich dem Eindrücke,
daß auch diese Wirkung beabsichtigt sei, nicht ganz ver
schließen.
i' Während der langen Rede wechselte Lassalle auch
häufig seine Stellung. Mitunter lustwandelte er hinter
dem mit Büchern bedeckten Tische auf und ab, bisweilen
blieb er auch einige Minuten wie festgewurzelt stehen,
um alsbald wieder einige Schritte zu machen und lang
sam den Richtern sich zu nähern. Diese vorschreitende
Bewegung hatte er namentlich am Schlüsse seiner