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die moderno Theorie mib ihrer ausgeprägten Eigenthümlichkeit
und hchilrfo am allerwenigsten %n cnthehren. Wer dagegen
< le oistclluiigcn des Alterthums so bctraclitot, als wären sie
schon \ orwegnahmen des wesentlichen und wissenschaftlichen
Inhalts der modernen Nationalökonomie, bekundet hiemit, dass
er weder Jene noch diese gehörig versteht. Es liegt daher
auch ira Interesse der allgemeinen Geschichtsschreibung, dass
die Vermischungen und Verwechselungen gewöhnlicher oder in
Ihrem Zusammenhang bedeutungsloser Vorstellungen mit der
bewussten Aufstellung wissenschaftlicher Sätze ausgeschlossen
werden. Wie man in dieser Richtung nicht zu verfahren habe
dafür lieferte der Augenblick ein neues Beispiel in dem ephe-
meren Buch von Du Mosnil-Marigny: Histoire de l'économie
zolle b.3 an das classische Athen reconstruirt, und die in-
dns.nello Donkwc'so ergel.t sich da, « o sonst nur das gelehrte
TÎ leitender, strenger wissenschaftlicher
Iheoricri nicht aussöhnen.
w I^iGnach hätten wir in Bezug auf wissenschaftliche
irthschaftstheorio vom Alterthum eigentlich gar nichts Po-
1 belichten, und das gänzlich unwissenschaftliche
1 e a tei bietet dazu noch weit weniger Veranlassung. Da
jedoch die den Schein der Gelehrsamkeit eitel zur Schau tra
gende Manier schon mehrfach und nicht etwa hlos in Deutsch-
and in unser Gebiet eingedrungen ist und den reinen Charakter
er modernen Wissenschaft verunziert hat, so müssen zur Notiz
nahrae wenigstens einige Beispiele beigebracht werden.
ganzen Griechischen Alterthum waren eigentlich na-
lonalökoiiomischc Sätze von wissenschaftlicher Bedeutung
imbekannt. Die Vorstellungen, die man in Rücksicht auf öko-
omisc IC Angelegenheiten hegte, betrafen entweder nur die
Einrichtungen des Hauswesens, oder waren, wo sie sich zufällig
aut den Veikehr ausdehnten, von keinem Bewusstsein
Tragweite begleitet. Gebildete und
mg, Geschichte der 5ationalükonomio. 2. Auflage. 2