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,Der Wertgedanke“,
Kenntnis des Wertgedankens und seiner Stellung zur „Wertlehre“,
sagen: Jenem Forschen suchen wir zu seiner Selbstbesinnung zu
verhelfen, das sich nach seinen bisherigen Äußerungen — und diese
sind in der Aussagenwelt der „Wertlehre“ zu suchen — in einer Art
und Weise betätigt, als ob der Wertgedanke zugleich sein
Anlaß und seine Grundlage wäre.
Grundlage und Anlaß. Denn als Grundlage läßt sich dieser Ge
danke ganz im allgemeinen dem Denken unterschieben, das für unsere
Wissenschaft das herkömmliche ist; als Grundlage darf er daher dem
nationalökonomischen Forschen überhaupt theoretisch unterlegt
werden. Aber gerade die fragliche Forschung können wir noch da
durch unserem Begreifen näherbringen, daß wir ihr zumuten, sie fände an
jenem Gedanken ihren bewegenden Anlaß, indem wir uns die Hegung
jenes Gedankens als wirklich denken — was unter dem gegebenen Ver
hältnis theoretisch zulässig erscheint — und diese Hegung zum Er
kenntnisgrund des Daseins jener Forschung umstellen. Denn setzen
wir es zur tatsächlichen Annahme, daß in der Wissenschaft wirklich
(und zwar als ein selbstverständlicher) der Gedanke gehegt würde, es
sei der Wissenschaft unter „Wert“ ein Singularobjekt vorgesetzt: dann
würden die Versuche, dieses Objekt wissenschaftlich zu erledigen, ein
selbständiges Gebiet der Forschung ins Dasein rufen; und dieses Gebiet
wäre um der Einheit seines Gegenstandes willen einheitlich, mögen
dabei noch so viele Erledigungen dieses einen Gegenstandes mitwirken,
je von einem subjektiven Standpunkt aus unternommen, und seien auch
diese Erledigungen noch so sehr untereinander verschieden. Dieses
Gebiet aber würde offenbar der „Wertlehre“ entsprechen, so wie sie
tatsächlich ist. Und derart setzt uns der Wertgedanke, als der Anlaß
dieser Forschung aufgefaßt, in die Lage, diese Forschung selber als
Eines aufzufassen, sie zu bestimmen.
Wenn ich dieses und gerade so bestimmte Forschen nun der Kürze
wegen die Wertforschung nenne, so darf hinter diesem Namen
ganz und gar nichts anderes gesucht werden, als die stille Be
rufung darauf, daß die Forschung, die unter diesem Namen gemeint
wird, von unserem Standpunkt aus in der eben erwähnten Art ihre
eindeutige Bestimmung erfahren habe. 1 )
*) Ich nenne eben dieses Forschen nur deshalb die „W e r t forschung“, weil ich
den sie bestimmenden Gedanken den „Wertgedanken“ genannt habe; die letztere
Nennung aber knüpft wieder nur an den Umstand an, daß man gerade unter dem Sprach-
zeichen „Wert“ jenes Singularobjekt der Wissenschaft vorgesetzt betrachtet, das im Geiste
der herkömmlichen Anschauung als der Gegenstand der „Wertlehre“ in Selbstverständlich
keit gilt. Wer daher meine Nennung nicht vollständig mißverstehen will, darf aus dem