Full text : Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Die  Wirtschaftlichkeit.

Handel,  Industrie,  Verkehr  und  Bank  zu  erkennen,  ist  es  vielmehr  erforderlich,
von  einer  größeren  Zahl  von  Erkennungszeichen  auszugehen  und  für  den  besonderen ­
  Fall  eine  Auswahl  zu  treffen.  Man  kann  —  im  rohen  Überschlag  —■  von
allgemeinen  und  besonderen  Erkennungszeichen  sprechen,  wenn  solche  aus  bestehenden ­
  Einrichtungen  übernommen  werden  oder  für  den  einzelnen  Fall  besonders ­
  zu  schaffen  sind.  Auf  die  Herausarbeitung  dieser  Erkennungszeichen,
insbesondere  der  zweiten  Art,  ist  im  Schrifttum  der  letzten  Zeit  viel  Mühe  und
Scharfsinn  verwendet  worden;  auch  die  Praxis  ist  an  der  Schaffung  brauchbarer
Meßverfahren  stark  beteiligt.  Insgesamt  ist  ein  Fortschritt  in  der  Lösung  der
gestellten  Aufgabe  unverkennbar.
Im  nachfolgenden  sollen  die  einzelnen  Mittel  und  Wege,  die  der  Wirtschaftlichkeitsbeobachtung ­
  und  -erkennung  dienen,  dargestellt  werden.  Hierbei  soll
es  in  erster  Linie  auf  eine  Gesamtschau,  die  die  Grundsätzlichkeiten  und  Zielsetzungen ­
  hervorhebt,  ankommen.  Wenn  irgendwo,  so  kommt  es,  wie  bereits
betont,  in  der  Wirklichkeit  ganz  besonders  hier  auf  die  Erkennung  des  einzelnen
Falles  an,  sind  also  die  Möglichkeiten  der  Gestaltung  der  Mittel  und  Wege  unübersehbar ­
  groß.  Ja,  es  kommt  hinzu,  daß  die  Anwendung  des  einen  oder  anderen
Mittels  gewöhnlich  auch  die  sonstigen,  schon  bestehenden  Verfahren  beeinflußt
und  deren  Umgestaltung  im  Sinne  des  besten  Ineinandergreifens  erforderlich
macht.  Diese  Anpassung  der  Möglichkeiten  an  die  gegebenen  Verhältnisse  wird
natürlich  derjenige  am  leichtesten  zu  meistern  verstehen,  der  einen  Überblick
über  die  Gesamtheit  der  Mittel  und  ihres  grundsätzlichen  Gehaltes  hat  —  der
Gegenstand  der  nachfolgenden  Darstellung.  So  sollen  im  folgenden  behandelt
werden:  1.  die  Kontrollen  in  D  II;  2.  die  Rechnungen  in  DIII;  3.  die  Vergleichung
in  DIV;  4.  der  Voranschlag  in  D  V.
II.  Die  Kontrolle.
1.  Wesen  und  Aufgabe.  Wir  haben  gesehen,  daß  im  Betrieb  die  Menschen  und
Einrichtungen  verschiedenster  Art  Zusammenarbeiten,  um  den  Betriebszweck  zu
erfüllen.  Die  Organisation  ist  das  Mittel  zur  Regelung  der  Betriebsarbeit  und  des
Zusammenwirkens  aller  Kräfte  des  Betriebs.  Der  Ablauf  der  Wirtschaftstätigkeit
wird  durch  sie  in  feste  Bahnen  gelenkt.  Ihre  Form  erhält  die  Organisation  durch
die  Niederlegung  in  mündlichen  und  schriftlichen  Anweisungen.  Bei  der  Ausführung ­
  der  Anordnungen  setzen  nun  mannigfache  Fehlerquellen  und  damit  Beeinträchtigungen ­
  der  Wirtschaftlichkeit  ein:  Die  Anweisungen  können  falsch  verstanden ­
  worden  sein,  sie  können  unrichtig  angewandt  werden,  es  können  sich
ungewollte  und  unvorhersehbare  Wirkungen  der  Anweisungen  herausstellen.  Insbesondere ­
  werden  die  ausführenden  Menschen  nicht  frei  von  Unzulänglichkeiten
sein,  so  daß  die  Anweisungen  falsch,  unzureichend  oder  fehlerhaft  durchgeführt
werden.  Kein  Teil  des  Betriebes  ist  vollkommen,  am  wenigsten  die  in  ihm  arbeitenden ­
  Menschen;  kein  Betrieb  ist  vor  Fehlern  geschützt,  die  in  den  mißverständlichen ­
  und  falschen  Anordnungen  der  Leiter,  den  Mängeln  in  der  Aufmerksamkeit,
dem  Gedächtnis  und  dem  Willen  der  Gefolgschaft  oder  in  Störungen  der  technischen ­
  Einrichtungen  oder  Widerwärtigkeiten  der  äußeren  Umstände  bedingt
sind.  Damit  ist  eine  Überwachung  und  Nachprüfung  der  Einrichtungen,  Maßnahmen, ­
  Anordnungen,  des  Verhaltens  der  Dinge,  Maschinen  und  insbesondere  der
Menschen  im  Betriebe  notwendig  geworden.  Als  Mittel  der  Überwachung  und
Nachprüfung  dient  die  Kontrolle.
Unter  Kontrolle  versteht  man  (nach  Leitner):  die  planmäßige  Überwachung,
Beaufsichtigung  und  Prüfung  der  inneren  und  äußeren  Wirtsohaftsvorgänge  einer
Unternehmung.  Ihre  Aufgabe  ist  die  Fehlerfeststellung  und  Fehlerverhütung.  Sie
löst  ihre  Aufgabe  durch  vergleichen:  indem  der  tatsächliche  oder  Ist-Zustand  ver ­
            
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