fullscreen: Lenin, Vladimir Ilʹič Ulʹjanov

Lebensdaten Lenins 
und politische Ereignisse in Rußland. 
am 10. April wurde Vladimir MWi& UFjanov geboren. Vater: Ilja Niko- 
laevi€ Ul’janov, zur Zeit der Geburt dieses Sohnes Volksschulinspektor 
!Schulrat) in Simbirsk an der Wolga. (Vater geboren in Astrachan 
als Sohn eines Kleinbürgers, zuerst Lehrer am Gymnasium zu Nishni}- 
Novqgorod, als Schulinspektor wurde ihm der erbliche Adel verliehen.) 
Der Familienname Ul’janov bedeutet nach einer Lesart soviel wie „Nach- 
komme Julians“, nach der anderen soll er eine Ableitung von „Ulan“ 
sein. 
V.)J. besuchte das Gymnasium in Simbirsk bis zur Reife. In diese 
Zeit fällt die revolutionär - terroristische Tätigkeit der „Narodovolzy“ 
"Partei der Volksfreiheit), zu deren Opfern auch der Zar Alexander II. 
gehört. Alexander Il. wurde 
1.März durch Angehörige dieser Partei getötet. 
12. Januar starb der Vater von V. ]. 
Februar verläßt V.)J. das Gymnasium von Simbirsk mit dem Reife- 
zeugnis für die Universitat. (Notel in fast allen Fächern. Nach den 
Bekundungen des Gymnasialdirektors Kerenski [Vater des späteren 
Ministers]: „Sehr begabt, gleichmäßig eifrig und pünktlich“.) 
1/13. März. Attentat auf Czar Alexander III. durch Narodniki, darunter 
der Bruder V.).’s.: Alexander. 
3./20. Mai wird der Bruder V.J’s., Alexander, in Petersburg (Schlüssel- 
burg) mit vier anderen Verschworenen zum Tode verurteilt und gehängt. 
V.). bezieht die Universität Kazan und studiert Jura. Nach einem 
Monat wird er jedoch, 15. Dezember, ausgeschlossen, weil er an revo- 
lutionärer Studentenbewegung sich beteiligt hatte, nach dem Dorfe 
Kokuschkino (Gouv. Kazan) verbannt. 
1888—1889 V. J. bereitet sich auf das Examen vor und lernt die Lehren von 
Karl Marx kennen. 
1891 macht sein juristisches Examen (Externes Staatsexamen). 
1891—1893 Propagandareisen zur Gruppenbildung von Arbeitern (1893 in 
Samara im Verein mit anderen, die marxistische Studien getrieben 
hatten). 
Rückkehr nach Petersburg. Gründung der Arbeitervereinigung „Sojus 
borbi za OssvoboZdenie rabocevo klassa“ (Vereinigung zum Kampfe 
für die Befreiung der Arbeiterklasse). 
Erste schriftstellerische Versuche auf dem Gebiete der Propaganda 
des Sozialismus. (U. a. Kritik an einem Buch von Struve.) V. J. trifft 
in die Zentrale zur Organisation und Leitung der russ. Arbeiterbewe- 
gung ein. 
V. J. geht ins Ausland, wo er mit den Häuptern der revolutionären 
Emigranten zusammen kommt (Plechanov, Axelrod usw.). — Kehrt im 
September zurück. 
9. Dezember wird V.). polizeilich sistiert, wegen Streikpropaganda. 
Bio-Biblioaraphische Beiträge: Staatswissenschafen 2.
	        
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