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werden. Angesichts des weiteren Umstandes, daß Mark-Notizen
überhaupt nicht nach hier gelangen -— die Notizen
der Deutsch-Asiatischen Bank sind Umrechnungen der
Notizen auf London mit der Croßrate Berlin-London —,
kann man sagen, daß unsere Handelspresse hier nicht das
leistet, was man im allgemeinen von einer Kursnotiz erwartet.
Es mag sein, daß der bisherige Zustand dem Maß von
Interesse, das einstweilen die hiesige Handelswelt an den
asiatischen Wechselkursen hat, entspricht, für die Zukunft
dürfte sich aber das Verhältnis verschieben, wenn nicht dieser
Fall bereits eingetreten ist. Zum mindesten müßten aber
die bankabhängigen Kurse verschwinden und durch die Londoner
Reuter-Kurse ersetzt werden. Da das Wolff-Büro im
Nachrichtenaustausch mit Reuters Büro steht, so bedarf es
dazu nur einer Anregung durch die Zeitungen, Auch eine
direkte Nachrichtenvermittlung von Asien her ließe sich
ohne große Unkosten einrichten, da durch die Anwendung
von zu diesem Zwecke angefertigten Telegraphen-Codes
und durch die Einführung einer Art von Sammeldepesche
die relativ hohen Gebühren bedeutend herabgemindert werden
könnten. Die Sammeldepesche ist so gedacht, daß die
Kurse sämtlicher asiatischen Plätze zunächst nach einem
asiatischen Platze, etwa Singapur, gekabelt werden, von
dort als ein Telegramm nach Hamburg bezw, dem Kabelanlaufplatz
gelangen und von da aus an eine Reihe von Zeitungen
und Banken verteilt werden. Welcher asiatische
Platz als Sammelstelle gewählt würde, müßte eine Gebühren-Arbitrage
*) ergeben.
1) Die Telegrammgebühren in Franken Währung betrugen 1912;
Hongkong
Shanghai
Manila
Kalkutta
Singapur
Yokohama
Deutschland
Hongkong
,
—.80
1,05
3.—
2.45
2,35
5.50
Shanghai
—.80
.
1.85
3.—
3.—
1,20
5,50
Manila
1.05
1.85
<
4.05
3.50
3.90
5.50
Kalkutta
3.—
3.—
4,05
(
2.32 5
5,05
2.50
Singapur
2,45
3,—
3,50
2.32 5
.
5.05
4.37 5
Yokohama
2,35
1.20
3,90
5.05
5.05
.
6,05
Deutschland
5.50
5.50
5.50
2.50
4.37 5
6,05
—.—
15,15
15,35
19,85
19.92 5
20.70
23,60
29,42 5
Danach käme Hongkong als Vermittlungsplatz in Frage,