Full text: Über asiatische Wechselkurse

32 
liegende, der erste Weg: Die Londoner Silberpreise der 
Jahre 1907—1910 wurden durch Kettensätze unter gleich 
zeitiger Anwendung von Tabellen in pence-Preise pro Fein 
silbergehalt des Hongkong-Dollars und des Schanghai-Taels 
reduziert. Hätten die Wechselkurse der beiden Plätze nun 
stets dem Wert ihres Silbergehalts zur Londoner Notiz ent 
sprochen, so wären sie dauernd mit den umgerechneten 
Silberpreisen zusammengefallen, sie hätten dauernd auf 
Münzparität gestanden. Da sich der Londoner Silberpreis 
ändert, ist diese Parität eine schwankende; die dadurch 
hervorgerufene Bewegung der Wechselkurse verläuft paral 
lel zum Silberpreis, Daneben machen diese Wechselkurse 
aber eine zweite Bewegung, die eigentliche Wechselkurs 
bewegung, durch, die sich als ein Schwanken um die Pari 
tätslinie darstellt und bewirkt, daß Wechselkurs und um 
gerechneter Silberpreis meistens nicht zusammenfallen. Der 
Wechselkurs vonHongkong und Schanghai windet sich viel 
mehr in eigenen Kurven um den selbst in der Bewegung 
befindlichen Silberpreis, wie dies die Diagramme der Sil 
berpreisreduktionen und der t, t, Notizen deutlich machen. 
An sich lassen sich die Linien der t, t, Notiz wie die 
der umgerechneten Silberpreise nach derselben Zahlenleiste 
lesen, da aber die letztere Linie nicht nur Reduktion des 
Silberpreises ist, sondern gleichzeitig den Verlauf des Lon 
doner Silberpreises regelrecht und ohne Einschränkung dar 
stellt, ist eine weitere, die Nominal-Preisstufen des Lon 
doner Silberpreises angebende Zahlenleiste zur Kontrolle 
hinzugefügt. 
Durch das Gebundensein der Silber t. t. Notizen an den 
Silberpreis und durch die großen Schwankungen des Silber 
werts, die in dem untersuchten Zeitraum rund 25 Prozent 
betragen und daher zu Wechselkursschwankungen von Pro 
mille-Größe in keinem Verhältnis stehen, war es bei diesen 
Kursen nicht möglich, den Vergrößerungsmaßstab von 
Vsioo Parität pro mm anzuwenden. Die Diagramme müß 
ten nämlich dann ca. 3 bezw, 4 Meter hoch sein. Sie 
wurden deshalb zunächst so groß gezeichnet, daß sich alle 
Einteilungen bequem machen ließen, und nachher durch 
Photographieren derartig verkleinert, daß sie in der vor
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.