Full text : Über asiatische Wechselkurse

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liegende,  der  erste  Weg:  Die  Londoner  Silberpreise  der
Jahre  1907—1910  wurden  durch  Kettensätze  unter  gleichzeitiger ­
  Anwendung  von  Tabellen  in  pence-Preise  pro  Feinsilbergehalt ­
  des  Hongkong-Dollars  und  des  Schanghai-Taels
reduziert.  Hätten  die  Wechselkurse  der  beiden  Plätze  nun
stets  dem  Wert  ihres  Silbergehalts  zur  Londoner  Notiz  entsprochen, ­
  so  wären  sie  dauernd  mit  den  umgerechneten
Silberpreisen  zusammengefallen,  sie  hätten  dauernd  auf
Münzparität  gestanden.  Da  sich  der  Londoner  Silberpreis
ändert,  ist  diese  Parität  eine  schwankende;  die  dadurch
hervorgerufene  Bewegung  der  Wechselkurse  verläuft  parallel ­
  zum  Silberpreis,  Daneben  machen  diese  Wechselkurse
aber  eine  zweite  Bewegung,  die  eigentliche  Wechselkursbewegung, ­
  durch,  die  sich  als  ein  Schwanken  um  die  Paritätslinie ­
  darstellt  und  bewirkt,  daß  Wechselkurs  und  umgerechneter ­
  Silberpreis  meistens  nicht  zusammenfallen.  Der
Wechselkurs  vonHongkong  und  Schanghai  windet  sich  vielmehr ­
  in  eigenen  Kurven  um  den  selbst  in  der  Bewegung
befindlichen  Silberpreis,  wie  dies  die  Diagramme  der  Silberpreisreduktionen ­
  und  der  t,  t,  Notizen  deutlich  machen.
An  sich  lassen  sich  die  Linien  der  t,  t,  Notiz  wie  die
der  umgerechneten  Silberpreise  nach  derselben  Zahlenleiste
lesen,  da  aber  die  letztere  Linie  nicht  nur  Reduktion  des
Silberpreises  ist,  sondern  gleichzeitig  den  Verlauf  des  Londoner ­
  Silberpreises  regelrecht  und  ohne  Einschränkung  darstellt, ­
  ist  eine  weitere,  die  Nominal-Preisstufen  des  Londoner ­
  Silberpreises  angebende  Zahlenleiste  zur  Kontrolle
hinzugefügt.
Durch  das  Gebundensein  der  Silber  t.  t.  Notizen  an  den
Silberpreis  und  durch  die  großen  Schwankungen  des  Silberwerts, ­
  die  in  dem  untersuchten  Zeitraum  rund  25  Prozent
betragen  und  daher  zu  Wechselkursschwankungen  von  Promille-Größe ­
  in  keinem  Verhältnis  stehen,  war  es  bei  diesen
Kursen  nicht  möglich,  den  Vergrößerungsmaßstab  von
Vsioo  Parität  pro  mm  anzuwenden.  Die  Diagramme  müßten ­
  nämlich  dann  ca.  3  bezw,  4  Meter  hoch  sein.  Sie
wurden  deshalb  zunächst  so  groß  gezeichnet,  daß  sich  alle
Einteilungen  bequem  machen  ließen,  und  nachher  durch
Photographieren  derartig  verkleinert,  daß  sie  in  der  vor ­
            
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