Full text : Über asiatische Wechselkurse

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Steigerung  im  Mai—Juni,  der  Tiefstand  im  3,  Quartal,  die
Steigerung  im  September—Oktober  und  zum  Jahresende.
Die  scharfe  Spitze  im  Oktober,  die  einen  Kurs  von  l/4 8 / 16
und  Ji  l,38 3 / 4  darstellt,beruht  wohl  auf  einer  irrtümlichen
Veröffentlichung,  die  richtigen  Kurse  waren  an  dem  Tage
in  Kalkutta  1/4 1 / 10  und  M.  1,36 1 / 2 ,  Das  Jahr  1910  endlich
zeigt  im  Durchschnitt  wieder  einen  Verlauf  über  Pari  und
für  Indien  günstig,  so  daß  die  im  Herbst  1907  beginnende
Baisse,  bezw.  für  Indien  Hausse,  1910  ihr  Ende  erreicht.
Das  Jahr  1910  kann  hinsichtlich  der  absoluten  Kurshöhe  als
normal  angesehen  werden,  es  entspricht  etwa  der  Kurshöhe
1905  und  1906.  An  einzelnen  Zügen  ergeben  sich;  Hoher
Stand  im  ersten  Viertel,  Abschwächung  April,  Mai,  Ansteigen ­
  im  Juni,  relativer  Tiefstand  im  Juli,  August,  Steigerung ­
  im  Herbst.  Die  in  den  anderen  Jahren  sich  zeigende
Aufwärtsbewegung  zum  Jahresende  tritt  nicht  so  scharf  hervor.
Die  tatsächlichen  Schwankungsgrenzen  der  4  Jahre  sind;
höchster  Kurs  niedrigster  Kurs
sh.  d  Ji  sh.  d  4

1907  1/4  5/32  1,38i/ 4  ./.  1/3  23/32  l,34 J /4
1908  1/3  31/32  1,36 1 / 4  1/3  27/32  l,34»/ s
1909  1/4  1/8  1,371/2  1/3  27/32  l,34«/ 4
1910  1/4  3/16./.  l,37i/ 2  1/3  29/32  1,35»/ 4
Diese  Kurse  wiederholten  sich  mehrfach  mit  Ausnahme  der
mit  dem  Zeichen  ,/.  versehenen.  Die  Jahresdurchschnitte
der  Kurse  stellten  sich  ungefähr  auf:

1907  1908  1909  1910
I/41/32  l/3 7 /s  I/3S1/32  1/41/32
Über  die  Wirtschaftslage  Indiens  in  den  untersuchten
Jahren  sei  nach  den  Konsularberichten  des  Deutschen  Handels-Archivs ­
  1907—1911  folgendes  erwähnt:
Noch  1906  war  die  allgemeine  Lage  günstig;  Geld  stellte  sich
sehr  teuer,  im  Jahresdurchschnitt  auf  7,8  °/ n ,  im  Dezember  1906  sogar
auf  9  °/ 0 ,  Mit  1907  trat  ein  Umschwung  ein.  Zwar  erreichte  der
Außenhandel  noch  eine  Rekordziffer,  aber  dennoch  lag  das  Geschäft ­
  sehr  ungünstig.  Der  schlechte  Ausfall  der  Regenzeit  in  Nordund
  Zentralindien  ließ  große  Mengen  Waren,  die  in  Erwartung  eines
guten  Monsums  bezogen  worden  waren,  unverkauft,  und  in  der  eingeborenen ­
  Händlerschaft  kam  es  zu  zahlreichen  Zahlungseinstellungen. ­
  Auch  für  die  Ausfuhr  trat  im  Herbst  ein  starker  Rückgang  ein.
Die  schlechten  Ernten  hatten  in  weiten  Teilen  Indiens  eine  Hungersnot ­
  hervorgerufen,  und  zudem  wirkte  der  plötzliche  Rückschlag  auf
            
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