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langte Deckung in anderer Weise als durch Seidenverschiffungen
zu sorgen, und da in der ersten Zeit der Krisis in
Amerika dort ein Agio auf Gold bezahlt wurde, so boten
sich den Banken als bestes Mittel Goldverschiffungen nach
den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Tatsächlich
machten die fremden Banken auch Anstalten dazu, wirklich
verschifft aber wurde nur sehr wenig, und zwar deshalb,
weil die Yokohama Speziebank den fremden Banken zu Vorzugsraten
Kabeltransfers auf London verkaufte. Damit entfiel
das Motiv zu Goldverschiffungen aus Japan nach Amerika,
Wohl wurde dadurch das japanische Guthaben in
London bedeutend geschwächt, indessen wurde dieser Ab-.gang
reichlich dadurch aufgewogen, daß Rußland am 23.
November, zu sehr gelegener Zeit für Japan, in London mit
4,8 Mill. Livre Sterling die Entschädigung für den Unterhalt
der russischen Kriegsgefangenen zahlte,"
Daß auch sonst die japanische Regierung Anteil an der
Gestaltung der Wechselkurse nimmt, zeigt die von dem japanischen
Finanzminister aufgestellte „Zahlungsbilanz" Japans
für das Jahr 1906 1 ), die die nicht durch den Warenhandel
entstehenden internationalen Schuldverhältnisse Japans
zu erfassen sucht und als Aktiva und Passiva zahlenmäßig
einander gegenüberstellt. Zweifelhaft in ihrer Bedeutung
sind bei dieser Aufstellung die Posten, die sich auf
Kapitalinvestierungen beziehen, während die Bilanz selbst
wegen des der japanischen Regierung zur Verfügung stehenden
Apparats als Versuch beachtenswert ist. Praktische
Ergebnisse sind natürlich aus solchen Aufstellungen nicht
zu gewinnen, der Versuch ist denn auch nicht wiederholt
worden.
Die Wechselpreisbildung vollzieht sich in Yokohama;
eine Börse oder sonst eine offizielle Einrichtung besteht
auch hier nicht. Die Art des Verkehrs ergibt sich aus dem
beifolgenden Kurszettel (Form, 3) 1 2 ),
1) Siehe Deutsches Handelsarchiv, 1909, II, S. 849.
2) Ein Kurszettel der Firma Bennett, Daniel u. Co,, Yokohama,
notiert am selben Tage außerdem: Switzerland private 4 m/s 261 1 /s,
Australia private 30 d/s 2/1.