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Folglich wird auch die Reservearmee durch die ländliche Be
völkerung gestellt, die aus der Landwirtschaft herausgestoßen
wird. Die Industrie und der Verkehr fordern immer mehr Arbeits
kräfte, vermögen aber nicht, die aus der Landwirtschaft ausge
stoßene Bevölkerung zu verschlingen. Die Reservearmee wächst
bei absoluter und relativer Vermehrung der Industriebevölkerung.
Die kapitalistische Entwicklung löst die Bauernwirtschaft auf
und liefert eine überschüssige Bevölkerung sowohl für die In
dustrie als auch für den Verkehr und Handel. Die Kapi
talisten können deshalb wegen ihrer Versorgung mit „Arbeits
händen“ beruhigt sein: die Grundbesitzer, die sich gar nicht um
die Kapitalisten kümmern, sondern vielmehr sich ärgern, daß
diese ihnen die Arbeiter „entführen“, vertreiben in Wirklichkeit
selber immer mehr Arbeiter vom Lande nach den Städten oder
nach den Kolonien. Die auf diese Weise vor sich gehende Vertei
lung der Produktivkräfte drückt die Arbeiterschaft wie eine
schwere Last: die vom Lande verjagten Arbeiter machen den In
dustriearbeitern Konkurrenz und erschweren ihren Kampf um
bessere Arbeitsbedingungen.
Die Zahl der mit der Gewinnung von Lebensmitteln Beschäftig
ten vermindert sich also relativ immer mehr. Was tun aber die
freigewordenen Arbeitskräfte?
Die Gewerbezählungen Deutschlands geben auf diese Frage
Antwort.
Am meisten stieg die Zahl der unproduktiven Klassen,
zu denen ich Armee, Staatsbeamte, Rentner und häusliche Dienst
boten rechne. Die Zahl der „Erwerbstätigen“ dieser Gruppen
nahm von 1882 bis 1985 um 807 000 Personen zu.*)
Ferner führte die Entwicklung des Kapitalismus zur Aus
dehnung des Verkehrs und Handels. Die Zahl der darin Be
schäftigten stieg um 737 000 Personen. Obgleich diese Bevölke
rungsgruppe keinen direkten Anteil an dem Produktionsprozeß
*) Dabei sind nur die Berufe in Betracht gezogen worden, die eine
Vermehrung von über 10000 Personen aufwiesen. Die anderen, die
sich um eine geringere Zahl vermehrten, wurden nicht mitgerechnet.