Nachwort.
Wohl haben es die Gegner der „Deutschen Volksversicherung"
fertiggebracht, ihr Entstehen hinzuzögern und die Geschlossenheit des
Vorgehens zu beeinträchtigen. Trotz aller Anstrengungen ist es ihnen
aber nicht gelungen, die Gründung dieses großen Werkes zu ver
hindern. Die „Deutsche Volksversicherung" mußte entstehen und des
halb ist sie entstanden. Nicht rückwärts zu blicken, ziemt es uns
jetzt, sondern in die Zukunft zu schauen'.' Eine rastlose Arbeit aller
Beteiligten, nicht zuletzt der großen nationalen Organisationen der
Arbeiterschaft und des Mittelstandes, wird erforderlich sein, um
den Erfolg trotz aller Schwierigkeiten und Widerstände zu sichern.
Die Vorbedingungen dazu sind bereits geschaffen. Mehr als 30 Orga
nisationen aus allen Gauen des Reiches und aus allen Schichten
der minderbemittelten Bevölkerung haben sich schon jetzt zur Mit
arbeit an den Aufgaben der „Deutschen Bolksversicherung" vertraglich
verpflichtet; etwa zwei Millionen deutscher Männer und Frauen stehen
heute hinter der „Deutschen Volksversicherung". Sie bilden den
Kern, auf dem weiterzuarbeiten die Aufgabe der kommenden Jahre
sein wird. Nur geringe Teile der Kreise, welche für die Volksver
sicherung in erster Linie in Betracht kommen, haben sich, irre
geleitet durch die marktschreierische Reklame der öffentlich-rechtlichen
Zersplitterungsanstalten, diesen angeschlossen. Es ist zu bedauern,
daß sich einige wenige Bereinigungen nationaler Arbeiter und Män
ner des Mittelstandes bereit gefunden haben, aus dem Rahmen der
Gesamtheit auszuscheiden und ihren Brüdern in den Rücken zu fallen,
statt mit ihnen Hand in Hand zu arbeiten für des Volkes Wohl und
gegen die volksfeindliche „Volksfürsorge". Uns soll auch das nur ein
Ansporn sein, desto eiftiger zu wirken, denn es gilt eine große und eine
gute Sache!
Wenn wir nationalen und christlichen Arbeiter, freund
schaftlich verbunden mit dem Mittelstände und mehreren Bauern
verbänden, heute für die „Deutsche Volksversicherung" tätig sind,
so fördern wir damit nicht fremde Interessen, sondern wir arbeiten
für unsere eigene Sache, für die Wohlfahrt des Volkes und des
Vaterlandes. Aus dem Volke heraus sind die Grundlinien vorge
zeichnet worden, auf denen das Werk entstand. Alle Volkskreise haben
mitgeholfen, es zweckmäßig zu gestalten. Mit dem Volke zu arbeiten,
ist die „Deutsche Volksversicherung" bestimmt. Alle Teile des Volkes,
ohne Unterschied von Stand und Beruf, von Partei und Konfession,
haben sich zu tätiger Gemeinschaftsarbeit in ihr zusammengefunden.
Hier steht der Arbeiter neben dem Handwerker, der Beamte neben
dem Kaufmann, der Landmann neben dem Städter. Für das Volk
zu arbeiten, ist ihr großes Ziel. Nicht trennen will sie, sondern