V. Die Wolframlagerstätten des Transbaikalgebietes 19
und Rauchquarz gehören zu den weitverbreiteten Mineralien. Be-
zeichnend für diese sekundären Umwandlungsvorgänge ist ihre
Zunahme nach den Gängen hin, wobei mit Annäherung an die-
selben die porphyrische Abart der Granite immer deutlicher in
Erscheinung tritt.
Für den Bergbau von Bedeutung sind die im Granitgestein
auftretenden, wenig beständigen Gänge. Ihre Gangausfüllung
zeigt eine gesetzmäßige symmetrische lagenförmige Aufeinander-
folge, die durch den Typus der „Chinesischen Grube“ vom Berge
KaramySev (Fig. 3) am besten gekennzeichnet wird. Die Mitte
besteht aus kleinen, bis zu 2 cm großen Topasen und Aquamarinen,
an die sich zu beiden Seiten je ein Streifen großer Topase und
Dr KR DT, 5452125375
1. Aquamarin-Topasgestein, i. Eisenrahm mit Topasen.
2. Erzzone., 2 Topasgestein.
3. Quarz-Topasgestein, 3. Erzzone.
4. Granit. 4. Quarz-Topasgestein.
5. Granit.
Fig. 3. (Nach Tetjaev.) Fig. 4. (Nach Tetjaev.)
Aquamarine, die sog. Erzzone anlegt, deren einzelne Mineralien
durch Eisenverbindungen zementiert und schwarzgefärbt sind.
Nun folgt beiderseits das bereits Granitstruktur aufweisende,
von Eisenoxyd dunkelbraun gefärbte Quarz-Topassalband, oder,
wie es von den Bergleuten genannt wird, der Topasfels, das Erze
einschließt und mit Annäherung an den Granit dichter wird
und vertaubt. Obgleich der Topasfels sich deutlich vom Neben-
gestein abhebt, ist er doch durch verschiedene Übergänge mit
demselben, d. h. dem gleichfalls sekundär gebildeten Granit-
porphyr verbunden, zu dessen weiter fortgeschrittenem Um-
wandlungsprodukt er zählt.
Eine etwas abweichende, ebenfalls typische Gangausfüllung
kennt man von einer Grube (Fig. 4) am Nordhang des Berges
Lukavaja. Die mittlere Zone besteht aus kleinen goldfarbenen