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Tage on orme bürgerliche Wittwen à 5 Thlr. zu Holz ausgezahlt
werden sollen. Das Kapital wird bei der städtischen Hauptstiftungs
Kasse verwaltet und betrug 1845 (LiSco S. 81) nur noch 900 Thlr.
H o f f m a n u,
katholischer Stadt-Pfarrer zu Grottkau, setzte (1864) die Fundations-
Kasse bei der dortigen Stadt-Pfarrkirche zu seinem Universal-Erben
ein: das nach Berichtigung von Legaten und sonstigen Zahlungen übrig
bleibende Vermögen von etwa 16,997 Thlr. soll zur Errichtung und
Unterhaltung eines katholischen Waisenhauses in Grottkau verwendet
werden.
Joh. Gottlieb Hoffmann,
Häusler in Lautersseiffen (Löwenbcrg) vermachte (1847) dem Armen-
Fonds des Ortes 200 Thlr., deren Zinsen alljährlich an die ärmsten
und bedürftigsten Ortseinwohner vertheilt werden sollen; 200 Thlr.
erhielt die Schule zum Besten armer Schulkinder.
Frau Hoffman»,
Joh. geb. Pieschel, Wittwe des Predigers Hoffmann (+ 1795)
zu Magdeburg, verzichtete auf die ihr zustehenden Zinsen von jährlich 30
Thlr. Gold aus dem Schinagerscheu Legate mit der Maßgabe, daß diese
Zinsen zur Bildung eines eigenen Predigcr-Wittwenfonds bei der heil.
Geistkirche gesammelt werden möchten. Sie starb 1842 und eö hatte
sich bis dahin ein Kapital von 623 Thlr. angesammelt. Gegenwärtig
ist dasielbe auf 1273} Thlr. herangewachsen.
Frau Hoffmann,
geb. Richter, Wittwe eines Kaufmanns zu Lüben (t 1862) vermachte
den dortigen Wittwen und Armen ein Legat von 1000 Thlr. Am
22. September jeden Jahres, ihrem Geburtstage, sollen die Zinsen
von 600 Thlr. an arme Wittwen in Raten von 2 Thlr. und die
Zinsen von 400 Thlr. an verschämte Arme in Lüben ohne Rücksicht
auf Stand und Geschlecht in Raten von 5 Thlr. vertheilt werden.
Frau H offmann,
geb. Rüffer, verw. Mühlenwagemeister Hoffmann zu Schweidnitz
(f 1847) vermachte der Laubeschen Waisen- und Wohlthätigkeits-Anstalt
daselbst 800 Thlr. in Schlesischen Pfandbriefen mit der Bestimmung,
daß die Zinsen an die im Institut wohnenden Wittwen gleichmäßig
ausgezahlt würden; gleichzeitig setzte sic 2600 Thlr. in Pfandbriefen
zur Gründung zweier neuen Waisenstellen, 2000 Thlr. zur Berbesse-
rung der am geringsten dotirteu Lehrerstellen an der evang. Stadtschule,
3000 Thlr. zur Vermehrung der damals monatlich nur 1 Thlr. 10 Sgr.
betragenden Spenden an die Bewohner des Hospitals, und etwa 8000
Thlr. Behufs Gründung einer Stiftung für evangelische Bürger-
Wittwen aus.
H off mann sche Fundation zu Alt-Lomnitz (Habelschwert),
von der 1854 si Magdalene Hoffmann begründet; sic vermachte