Schlnßbetrachtung
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(Mr. Boyden) im September, 1920 seine Ansichten in den Satz
zusammen: »Bilden Sie die Vereinigten Staaten von Europa und
es wird sieb für die Notlage aller eine Lösung finden.«
In der heutigen politisch verworrenen Lage erscheinen solche
Ideen freilich als Utopien. Klar ist aber, daß Europa, wenn es
weiter eine Rolle in der Weltwirtschaft spielen will, nicht in dem
heutigen balkanisierten Zustande bleiben kann.
Aber mit diesen Fragen, so schwierig sie sein mögen, ist
die Aufgabe, die den Lenkern der Weltgeschicke heute gestellt
ist, keineswegs erschöpft.
Wenn es gelingen soll, die Menschheit ohne neuerliche Weltkriege,
gegen die der vergangene vielleicht nur ein Kinderspiel
war, durch die kommenden Jahrzehnte hindurch zu steuern, so
steht nichts geringeres bevor als eine Aufteilung der Erde, die
dem Expansionsbedürfnis der Übervölkerungsgebiete Europa,
Japan, China, Indien Rechnung trägt. All diesen muß entsprechende
Entwicklungsfreiheit gewahrt werden, was nur durch
eine loyale Abgrenzung der Interessensphären geschehen könnte.
Amerika haben wir hier deswegen nicht genannt, weil es übergroßen
Entwicklungsraum auf dem eigenen Kontinent hat. Aber
seine Handelsinteressen und die überragende Machtstellung, die
es heute einnimmt, werden ihm dabei eine gewichtige, wenn nicht
die Hauptstimme, einräumen.
Soviel über die Gegenwart.
Wir haben aber unsere Untersuchungen auch weit in die
Zukunft ausgedehnt und müssen nun kurz deren Ergebnisse
rekapitulieren.
Bei Betrachtung der Volksvermehrung fanden wir, daß die
Bevölkerung der Erde heute bereits eine Zahl erreicht hat, die bei
andauernder Verdopplung der Kulturmensehheit pro Jahrhundert
rasch ins Gigantische steigt, wenn nicht Naturkatastrophen oder
eine bewußte Eindämmung der Vermehrung Abhilfe bringen.
Unter dem Gesichtspunkte, daß die jetzige Generation nur
für das Nächstliegende vordenken kann und die Lösung der
Zukunftsfrage kommenden Geschlechtern überlassen muß, zogen
wir daraus nur die Konsequenz, daß wir eine weitgehende
Produktionssteigerung und einen Ausgleich in der Bevölkerungsdichte
anzubahnen haben. Wir erörterten daher,