Full text : Das Minenwesen in Argentinien

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Aires  11,  II,  1907  erschienene  Arbeit  verweisen,  oder  auch
auf  seine  deutsche  Arbeit:  die  argentinischen  Borkalklager, ­
  Chemiker-Zeitung  1906,  Nr.  15.  Wiederholte  Versuche, ­
  diese  wertvollen  Bodenschätze  zu  heben,  sind  trotz
großer  Kosten  wegen  der  in  jenen  Gegenden  besonders
schwierigen  Transportverhältnisse  bisher  gescheitert.
Meines  Wissens  hat  nur  die  zwei  Stunden  westlich  von
Jujuy  arbeitende  belgische  Gesellschaft  den  Betrieb  bisher ­
  erfolgreich  aufrechterhalten.  Auch  hier  wird  mit
besseren  Transportmitteln  der  Zukunft,  namentlich  mit
dem  Ausbau  der  Eisenbahn,  ein  Aufschwung  ebenso  sicher
später  einsetzen,  wie  bei  den  gleichfalls  auf  dem  Hochplateau ­
  vorhandenen  gewaltigen  Lagern  von  reinem
Schwefel,  die  namentlich  im  westlichen  Teile  des
Plateaus,  so  am  Vulkan  Cerro  Azufre  südlich  vom
Llullaillüco,  vorhanden  sind.
Wenn  ich  nun  zum  Schlüsse  meiner  Ausführung  noch
andere  technisch  wichtige  Mineralien  kurz  erwähnen  soll,
so  möchte  ich  vor  allen  Dingen  auf  die  zahlreichen  Marmorund
  Kalksteinlager  hinweisen,  die  namentlich  in  den  älteren
Gebirgen  der  Provinzen  Cordoba,  San  Luis,  San  Juan,
Mendoza  und  Buenos  Aires  in  zahlreichen  Steinbrüchen
ausgebeutet  und  sowohl  zu  Bausteinen,  Grabsteinen  und
anderen  dekorativen  Zwecken  dienenden  Steinen  verwandt, ­
  als  auch  zur  Gewinnung  von  Kalk  in  den  zahlreichen, ­
  nach  neuesten  Systemen  angelegten  Kalköfen  gebrannt ­
  werden.  Ganz  besonders  aber  möchte  ich  hier  die
Aufmerksamkeit  auf  das  Vorkommen  eines  grünen
Marmors,  Onyx  genannt,  lenken,  der  wegen  seiner
großen  dekorativen  Wirkung  Berühmtheit  erlangt  hat.
Von  diesem  prachtvollen  dekorativen  Steine  sind  bisher
zwei  Lagerstätten  bekannt  geworden,  in  der  Provinz  San
Luis  bei  La  Torna  und  in  der  Provinz  Mendoza  bei  San
Rafael;  an  beiden  Orten  ist  das  Gestein  wahrscheinlich  in
jungtertiärer  Zeit  als  Absatz  von  kohlensauren  Kalk  in
Lösung  führenden  Quellen  zur  Ablagerung  gekommen.
Dieser  grüne  Marmor,  sowie  der  mit  ihm  zugleich  vorkommende ­
  sehr  schöne  graue,  mit  bronzefarbenen
Schnüren  durchzogene  Aragonit  bilden  einen  wertvollen
            
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