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mit einer ganz bestimmten Höhe angeben, immerhin aber nach sachverständigem
Urteil sagen können, daß die kubanische Industrie leicht
in der Lage sein wird, den Zentner Zucker frachtfrei New-Dork mit
9 bis 9,50 Mark, vielleicht auch noch etwas billiger anzubieten.
Dieser Preis ist aber nicht derart, daß bei ihm die deutsche Zuckerindustrie
den Wettkampf auf die Dauer führen kann; betrug doch der
Durchschnitt der Preise in den letzten zehn Friedensjahren in Deutschland
10,62i/s Mark.
• Neben der Rohrzuckerindustrie dehnen sich die Rübenzuckerindustrien
in den Vereinigten Staaten, Spanien und Schweden aus
Kosten der deutschen, österreichischen, 'französischen und russischen
Industrien aus. Sie sind zwar nicht imstande, diese ganz zu ersetzen,
aber immerhin wird der Kgmpf nach dem Kriege dem erstarkten Wettbewerbe
gegenüber schwierig werden. Es wird der Anspannung aller
Kräfte bedürfen, ihn siegreich und in einer dem Gemeinwohl entsprechenden
Weise anfzunehmen und durchzuführen.
Immerhin schafft die Eroberung neuer innerer Märkte —
Marmeladen- und Kunsthonigindustrien u. a. — der deutschen
Zuckerindustrie eine größere Bewegungsfreiheit und Widerstandskraft
gegen weltpolitische Einflüsse und sichert ihr eine breitere Grundlage.
4- Die Zuckerinduslrie nach Kriegsbeginn.
Sofort mit Kriegsausbruch war, neben der Ausfuhr anderer
Nahrungsmittel, auch die Zuckerausfuhr verboten worden. Wie
diese Maßregel damals auf die Zuckerindustrie wirkte, schildert ein
Hamburger Blatt wie folgt: „Wir haben in Deutschland in den
letzten Jahren besonders große Ernten gehabt von je rund 54 Millionen
Zentner Rohzucker und stehen jetzt am Beginn einer Kampagne,
die wohl das gleiche Resultat liefern wird. Es ist bisher ge-■
langen, auch die größte Ernte unterzubringen, trotz der auch immer
mehr anschwellenden Kolonialernten. Infolge des am 1. August erlassenen
Ausfuhrverbots sind nun von der v o r jährigen Ernte zirka
10 Millionen Zentner Zucker übrig geblieben, wofür es auf absehbare
Zeit irgendeine Verwendbarkeit nicht geben wird. Der deutsche Verbrauch,
der in den letzten Jahren auf rund 30 Millionen Zentner
gestiegen war, wird voraussichtlich durch die wirtschaftlichen Verhältnisse
in diesem Jahre wieder auf rund 25 Millionen Zentner
zurückgehen, so daß wir am Ende dieser Kampagne mit unverkäuflichen
Beständen von rund 35 Millionen Zentner Rohzucker rechnen
müssen, die einen Wert von 320 Millionen Mark haben. Dieser
Überschuß von unverwendbarem und für die Industrie auch nur zu
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