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Z. Entw i ck l u » g d e r S ch l a chtge w i ch t c.
Für die Entwicklung der Viehbestände ist neben der Kopfzahl und
der Zusammensetzung der Bestände auch die Bewegung der Durchschnittskörpergewichtc
non ausschlaggebender Bedeutung, zumal da
gerade die Bewirtschaftung der Viehbestände und Regelung der Fleischversorgung
neben der Stückzahl die Kenntnis des durchschnittlichen
Gewichts erfordert. Die Reichsfleischstclle hat daher vom Oktober
1916 an eine Erhebung über die in den Städten mit mehr als
50 000 Einwohnern festgestellten Schlachtgewichte veranlaßt, die »out
1. Januar 1917 ab auf alle Städte mit mehr als 10 000 Einwohnern
ausgedehnt wurde und daher einen ziemlich umfassenden
Überblick über die tatsächlichen Schlachtgewichte liefert. Da
der Mißstand, der sich bei Beginn der zentralen Regelung der
Fleischversorgung häufig zeigte, daß nämlich die ländlichen Kommunalverbände,
denen die Versorgung der Großstädte aufgegeben
war, das schwerere Vieh für sich behielten und das leichtere den
Städten übergaben, wohl allerorts durch das Eingreifen der Landesbehörden
beseitigt wurde, so gestatten die in den Städten festgestellten
Durchschnittsgcwichte einen Rückschluß auf die gesamten Verhältnisse.
Zum Vergleich seien die vom Kaiserlichen Gesundheitsamt ermittelten
Durch sch nittsschlachtgcwichte der Friedcnszeit angeführt
:
Ochsen
330 k
Bullen
310
Kühe
240 ,
Jnngrinder ....
185
Kälber
40
Schweine
85
Schafe
22
Demgegenüber haben sich die Schlachtgewichte in der oben
genannten neuesten Zeit in folgender Weise entwickelt:
Das Durchschnittsgewicht betrug bei
1916
Rindern
Kälbern
Schweinen
Schafe:
2.-29. 10.
214 kg
42 kg
84 kg
19 kg
30. 10.—26. 11.
208 „
39 „
83 „
48 ..
27. 11.—24. 12.
208 „
38 „
84 „
48 „
25. 12.—31. 12.
211 „
37 „
84 „
49 „