Full text: Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

(JElSTElilíElClI — MiliLärwcsen (Landmacht). 
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Officiere. (Unter den Ersten 103 Fürsten, 590 Graten, 898 Barone, 
570 Ritter und 2800 gewohnliclic Adelige. — Im Jalir 1848 waren 
unter 10,800 Officieren 4229 Adelige, nanientlicli bei der Cavallerio 
1190 von 1700, bei der Artillerie und dem Staabe aber nur 340 
von 1700.) — Die österr. Armee, obwohl aus sehr verschiedenen 
Nationalitäten zusammengesetzt, ist der Mannschaft nach äusserst tüchtig. 
1848 und 49 machte sich aber diese Verschiedenheit der Nationalität 
auch im Heere geltend; ungarische und italienische Truppen schlossen 
sich der Erhebung in ihrem speciellen Vaterlande an, um sich von 
Oesterreich loszureissen. Der Sold ist geringer, als in irgend einer 
deutschen Armee. Bis 1848 war für das Sanitätswesen schlecht ge 
sorgt, so dass z. B. der Regimentsarzt seinen Rang nach dem letzten 
Ofticiere hatte, wesshalb es an tüchtigen Aerzten fehlte. Seitdem er 
folgten einige Verbesserungen. 
FonnätiOIlSStänd. Garde und Burgwache etwa 550 M. 
02 Linien - Infanterie - Regimenter (irn Kriege zu 6 Bataillons und 6869 M., ini 
Frieden zu 5964), zusammen 369,800 im Frieden, 425,878 im Kriege. 
14 Örenz-Inlaut.-Reg. (zu 3 Bataill. und 3487 M.) = 55,200 
_ däger-Regiment (Tiroler, 7 Bataill., 6865), 
25 Jäger-Bataillone (zu 860 — 1414), zus. Jäger 32,534 
Gesammtstärke der Infanterie 457,000 bis 513,612 
8 Reg. Ciirassiere > zu G Feld- und 1 llepot-Scliwadr., — 1343 M. und 1138 
« - Dragoner ) Pferde 
r« ■ ) zu 8 Feld- und 1 Depot-Sehwadr., — 2037 M. und 1749 
1- Ulilanen ( Pferde 
40 Reg. Cavallerie mit 66,996 M. und 57,297 Pferden. 
12 Feld-Artillerieregimenter, Friedensfuss zu 2010 und 365 Pferde, Krieeslüss • 
9 Regim. zu 3898 M. und 2281 Pf. 
3 - - 4310 - - 2396 - 
1 Küstenartill.-Reg., im Frieden zu 1859, Krieg 3441 M. 
1 Raketeur-Reg. - - - 2100, - 3865 - mit 484 resp. 2466 
Pferden. (Doch wurde im Nov. 1854 die Ausrüstung von 10 neuen Rakc- 
tenbatterien angeordnet, der Etat also vermehrt.) 
14 Reg. im Frieden 28,079 M., im Krieg 55,318, 
4,864 Pf. - - 30,138. 
Sodann: 2 Reg. (xenie 11,116 M.; 6 Bataill. Pioniere; einige besondere 
Corps; 19 Reg. Gendarmerie. 
Diese Zusammenstellung ergibt eine Total-Formationsstärkc von 
etwa 650,000 Mann. Indessen dürfte diese Ziffer wenigstens um 
100,000 Mann zu hoch gegriffen sein. — Die Zeitschrift „Austria“ 
gilb den Armeebestand im Jahre 1851 zu 493,000 Älaim an, wozu 
sodann etwa 10,000 Frauen und 30,000 Kinder geliörten. Wahrschein 
lich waren die Grenzregimenter hiebei nicht eingerechnet. — Für die 
Zeit vom 1. Jan. 1855, als die Kriegsrüstungen ihren Höhepunkt er 
reicht hatten, ward der Bestand des Heeres so angegeben: 371 Bat. 
und 821/2 Comp. Infanterie, 2951/2 Schwadr. Cavallerie, 1148 Ge 
schütze und 50 Brückenequipagen, — zusammen 553,902 Mann mit 
77,540 Pferden. — Hievon kamen auf die mobile Armee : 
Mann Pferde Geschütze Bruckenequipagen 
hl Ungarn und Siebenbürgen 160,931 29,611 412 10 
■ Galizien und der Bukowina 122,635 27,802 288 6
	        
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