Full text: Geburtenrückgang u. Sozialreform

u. 
Der Voranschlag belief sich für 1923 auf 1 028,2 Millionen fr.; für 1924 waren, obgleich der genannte 
Voranschlag auch für das folgende Etatjahr Geltung haben sollte, Ergänzungskredite in Höhe von 252 Mil- 
lionen fr. erforderlich. Die Anforderungen für das Etatjahr 1925 in Höhe von 1 351 Millionen fr. konnten 
laut D&veloppement (Note Prelkiminaire S. IX) nur dadurch so gering gehalten werden, daß vor allem an 
den Verwaltungsausgaben energischse Abstriche und Sparmaßnahmen vorgenommen wurden. "Trotz- 
dem unterlag auch dieser Etat, auf dessen exakte und sparsame Veranschlagung besonders hingewiesen 
war, noch erheblichen Eingriffen von Seiten des Parlaments. Die Kammer strich von den geforderten 
Krediten 44 Millionen fr., während die Änderungen des Senates eine weitere Beschneidung um 60 Mil- 
lionen fr. ausmachten, so daß der Etat nach der Annahme am 3. April 1925 sich nur noch auf 1247 Mil- 
lionen fr. beziffertel). Der Voranschlag für 1926 weist eine Erhöhung um 250 Millionen fr. auf 1497 Mil- 
lionen fr. auf. 
Von den Mehrausgaben des Etats 1925 gegenüber dem Voranschlag für 1924 entfallen auf die Mehrkosten 
auf Grund in der Zwischenzeit angenommener Gesetze 145 Millionen fr., von denen allein 106 Millionen fr. 
das Neubaugesetz vom 12. April 1924 betreffen, und 60 Millionen fr. auf die Mehranforderungen infolge 
der Geldentwertung und der gestiegenen Arbeitslöhne. 
Die Marineetats für 1914 und 1925 belaufen sich in ihren Endsummen auf: 
1914 1925 
I. Ordentliche Ausgaben: in 1 000 fr. 
1. Verwaltungs- und Unterhaltungskosten ............000000000 258 056 706 116 
2. Neubauten, Investitionen +. 0... REN KH 231 069 630 739 
[I. Außerordentliche Ausgaben: 
1. Verwaltungs- und Unterhaltungskosten ..............000000040 : 2 600 
2. Neubauten‘ und Investitionen»... 0.0010 KH . 11500 
II. Nichtständige Ausgaben für die Wiedergutmachung von Kriegsschäden . 108 
Gesamtausgaben.... /489 125 1.351 063 
Ausgesondert wurden lediglich die Ausgaben für die Marineluftflotte in Höhe von 944 000 fr. aus dem 
Vorkriegsetat und 121 800000 fr. aus dem .Nachkriegsetat, außerdem aus letzterem noch 108 000 £r. 
Ausgaben für die Ausführung des Friedensvertrages und für Kriegspensionen, die den »Ausgaben auf 
Grund des Krieges« zufielen. . 
Andrerseits wurden für die Marineausgaben aus dem Etat der Finanzverwaltung die Militärpensionen 
für die Marine mit 48 181 000 fr. für 1914 und 179 000 000 fr. für 1925, ferner aus dem Etat für Unter- 
richt und Kunst für 1914 die Kosten eines dem Marineinteresse dienenden Neubaues in Höhe von 
700 000 fr. übernommen. 
Demnach ergeben sich nach der Aufarbeitung an Ausgaben für die Marine in den Jahren 1914 und 1925: 
1914 1925 
in 1000 fr. 
Persönliche Arbeitsleistung ........... 132216 396 930 
Sächlicher Bedarf a nel 404 846 1 011 225 
Davon: Neubauten +... 276 668 683 923 
Gesamtausgaben.... 537 062 1408155 
Zur Beurteilung der aus dem Etat entnommenen Ausgaben für die Marine, insbesondere hinsichtlich 
eines zeitlichen und internationalen Vergleichs, ist neben den allgemeinen Gesichtspunkten, die bereits 
bei der Besprechung des Heerwesens erörtert wurden, noch auf einige speziell die Flottenausgaben 
berührende Momente aufmerksam zu machen. 
AL Der für die Umrechnung der französischen Papierfrancziffern des Etats von 1925 gewählte Index von 
50 entspricht zwar dem damaligen französischen Preisniveau, nicht aber der Preissteigerung der einzelnen 
gerade hier in Frage kommenden Aufwandarten. Der französische Marineminister George Leygues bezifferte 
bei einem Vergleich der Vor- und Nachkriegsausgaben (in den Senatsverhandlungen vom 16. April 1926) 
die Voranschläge der Marine für 1926 in Höhe von 1497 Millionen Papierfranes auf 350 Millionen Gold- 
franes (Momiteur de la Flotte vom 24. April 1926). Diese Umrechnung entspricht einem Index von nur 
128, dessen Zeitpunkt überdies über ein Jahr später liegt. 
2. Im Vorkriegsetat belaufen sich die Gesamtausgaben für die Marine auf 514 Millionen fr, Außerhalb 
des Etats wurde zur Beschleunigung der Ausführung des Neubauprogramms ein besonderer Kredit von 
128 Millionen fr. bewilligt, der bei der Aufarbeitung nicht berücksichtigt werden konnte, Bei dem unten 
(8. 159) vorgenommenen Vergleich liegen für 1914 nur die erwähnten 514 Millionen zugrunde, obgleich 
zich die tatsächlichen Kredite für dieses Etatjahr auf 642 Millionen fr. belaufen 
1) Nach Le Moniteur de la Flotte vom 4. April 1925 
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