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Dritter Abschnitt
gleichen Arbeitszeiten gleiche Quanta Rohmaterial und Maschinerie
von gleichbleibenden Werten., Der Wert, den er im Produkt erhält
steht dann in direktem Verhältnis zu dem N euwert, den er zusetzt
In zwei Wochen setzt er zweimal mehr Arbeit zu als in einer Woche
also zweimal mehr Wert, und zugleich vernutzt er zweimal mel!
Material von zweimal mehr Wert, und verschleißt zweimal mehr
Maschinerie von zweimal mehr Wert, erhält also im Produkt von zwei
Wochen zweimal mehr Wert als im Produkt einer Woche. Unter ge
gebenen gleichbleibenden Produktionsbedingungen erhält der Arbeitel!
um so mehr Wert, je mehr Wert er zusetzt, aber er erhält nicht mel
Wert, weil er mehr Wert zusetzt, sondern weil er ihn unter gleich
bleibenden und von seiner eigenen Arbeit unabhängigen Bedingul“
gen zusetzt.
Allerdings kann in einem relativen Sinn gesagt werden, daß
der Arbeiter stets in derselben Proportion alte Werte erhält, wor
er Neuwert zusetzt. Ob die Baumwolle von 2 Shilling auf 3 Shillipf
steige oder auf 1 Shilling falle, er erhält in dem Produkt eine!
Stunde stets nur halb soviel Baumwollwert, wie der auch wechsle
als in dem Produkt von zwei Stunden. Wechselt ferner die Pt
duktivität seiner eigenen Arbeit, sie steige oder falle, so wird €!
zum Beispiel in einer Arbeitsstunde mehr oder weniger Baumwolle
verspinnen als früher, und dementsprechend mehr oder wenige!
Baumwollwert im Produkt einer Arbeitsstunde erhalten. Mit alle
dem wird er in zwei Arbeitsstunden zweimal mehr Wert erhalte”
als in einer Arbeitsstunde.
Wert, von seiner nur symbolischen Darstellung im Wertzeiche?
abgesehen, existiert nur in einem Gebrauchswert,. einem Dirf
(Der Mensch selbst, als bloßes Dasein von Arbeitskraft betrachte
ist ein Naturgegenstand, ein Ding, wenn auch lebendiges, selbst
bewußtes Ding, und die Arbeit selbst ist dingliche Aeußerung jene
Kraft.) Geht daher der Gebrauchswert verloren, so geht auch d&
Wert verloren. Die Produktionsmittel verlieren mit ihrem G*
brauchswert nicht zugleich ihren Wert, weil sie durch den Arbeit?
prozeß die ursprüngliche Gestalt ihres Gebrauchswertes in der T#
nur verlieren, um im Produkt die Gestalt eines andern Gebrauch“
wertes zu gewinnen. So wichtig es aber für den Wert ist, in irgend
sinem Gebrauchswert zu existieren, so gleichgültig ist es, in welche®
er existiert, wie die Metamorphose der Waren zeigt. Es folgt
hieraus, daß im Arbeitsprozeß Wert vom Produktionsmittel auf d#
Produkt nur übergeht, soweit das Produktionsmittel mit seine?
selbständigen Gebrauchswert auch seinen Tauschwert verliert. *
gibt nur den Wert an das Produkt ab, den es als Produktionsmit!®
verliert, Die gegenständlichen Faktoren des Arbeitsprozesses v9
halten sich aber in dieser Hinsicht verschieden.
Die Kohle, womit die Maschine geheizt wird, verschwindet sp”
los, ebenso das Oel, womit man die Achse des Rades schmiert us"
Farbe und andere Hilfsstoffe verchwinden, zeigen sich aber in d®