Anlage
Ser SGeburtenrüdgang im Lichte der Statijtik
1. Die Zahl der ChefHlieBungen ift in Deutfchland ftetig zurüc-
gegangen. Das troß der glänzenden wirtfHaftlidhen Entwidlung. Selbft
in den Jahrzehnten agrarijher Enge und SGebundenheit war die Zahl der
ChefOhlieBungen größer al3 heute, ;
Auf ie 1000 Eintwchner kamen ChefHließungen in den Jahrzehnten: 1)
1841— 1870 : 8,0; 7,8; 8,5;
1871— 1910 : 8,6; 7,8; 8,2; 8,0.
Dann ging die Ziffer herab auf:
1911: %,8; 1912; 7,9; 1913: 7,7; 1914: 6,8.
In dem Jahrzehnt 1871—1880 wechlelt fie fehr:
8,2 10,3 10,0 9,5 9,1 85 80 7,7 7,5 7,5.
Für Preußen ftellt fid) das Bild ähnlich?) Ye weiter wir zurüdgehen, defto
Höher die Ziffer der Che[chließungen, Nach den vpferreidhen Befreiungskriegen being
fie in den Jahren 1816—1820 [ogar 10,8. In den folgenden Yahrzehnten fiel fie auf:
8,8 9,0 8,8 8,5 8,4 8,22 8,0 8,2.
Sm Jahre 1911 Betrug fie: 7,9; 1912: 8,0; 1913: 7,7; 1914: 6,8.
Sm Jahrzehnt 1871—1880 wechjelt auch hier die Biffer zwifchen: 8,0; 10,8;
10.1; 9,6; 9,0; 8,5; 8,0; 7,8; 7,7; 7,7.
Die geringe Zahl der Chefchließungen für 1914 erklärt fiH zum guten Teil aus
dem Kriegsbeginn. Man hat auch darauf hingewiejen, daß der KMüdgang feit 1910
dem Geburtenrüdgang nach 1880 entfpreche. Das ift nur in befdhränttem Make rich.
tig, jedenfalls aber i[t e$ ein zweifelhafter Troft, da dieler Grund in der Aufkunft erit
recht Jid) geltend machen wird,
2. Noch {tärker und auffälliger ift der Nücdgang der Geburten.
Die Ziffer der Geborenen (einfchließlidh der Totgeborenen) betrug (auf
ie 1000 Einwohner) in den Jahrzehnten von 1841/50 bis 1901/10
837,7 36,8 388 40,7 38,2 37,3 33,9 .
Dagegen 1911: 295; 1912: 29,1; 1913: 28,3; 1914: 27,6.
Xr0g des Kriegsjahres wies alfo das Yahrzehnt 1871/80 die Höchfte Ziffer: 40,7,
auf. In den einzelnen Kahren 1871/80 ftelfte fich die Ziffer auf: |
85,9 41,1 41,3 41.8 42,3 42,6 41.6 40,55 40.9 389.1.
1) Statiftifches Gandbuch für das Deutihe NMeich. Berlin 1907, Bd. I, S, 92.
„Statiltilches Xahrbuch 1916, 6. 2 Statiltilches Kahrbuch für Breuken 1915, 23.