D. Sekämpfung des Geburtenrücdganges 67
Hamilien mit fechs Kindern und mehr kamen auf 100 Chen bei hHöhern Bemnuten 1,8,
bei mittlern 2,5 und bei Unterbeamten 8,1.
In Preußen waren nach einer Statifik vom 1. Oktober 1913 von den etatmäßig
angeftellten männliden Beamten?)
höhere Beamte mittlere Beamte Unterbeamte
21,5 Broz. 6,9 Bros. 4,4 Proz.
Vebiga. ....
Bon je 100 Ver-
heirateten hatten
Tein Rind
zin Kind
zivei Kinder
drei Kinder
vier Kinder
Jünf ®inder
fechs u. mehr Kinder
E& famen alfo auf jede
Che im DurchiAnitt 2,2 ginder 2,5 Rinder 2,9 Kinder.
Bei den diätari{d befhäftigten Beamten war die Zahl der Kinder natürlidh noch
geringer. Sie beitrug 1,0 und 1,2 und 1,4 auf eine Che im Durchfehnitt.
Die Erhebung erftrecte fi auf .
höhere Beamte mittlere Beamte Unterbeamte
etatmäßig Angeltellte 22 264 204 206 17 089
diätari[d) BejdhHäftigte 2 666 12 391 1 704
Befonders bedauerlich ift es, daß aud) felbfit unjer Zehrerftanbd, der fi doch,
al8 er noch in [ehr dürftigen Verhältniffen lebte, durch einen reichen Sinderfegen aus-
zeichnete und un? eine große Zahl hervorragender Männer gefchenkt Hat, bei diefen:
Rüdgang nicht minder {tark beteiligt ijt, Bon 95 779 verheirateten deutf/den Lehrern
Jatten (1913) 13 646 (14,3 Prozent) feine $inder, 20 253 (21,1 Prozent) ein Kind,
21.179 (22,1 Prozent) zwei Kinder, 14 443 (15,1 Prozent) drei Kinder, 9720 (10,1
Prozent) vier Kinder, 5845 (6,1 Prozent) fünf, 3876 (4,1 Prozent) fechsS, 6473 (6,8
Prozent) fieben bis zwölf und 344 (0,4 Prozent) über zwölf Kinder. Die Sefamtzahl der
Kinder betrug 256 441, von denen 217 368 am Leben blieben, Auf 100 Chen kamen a!fo
m Durchjhnitt 268 Kinder?) Alfo and) hier bevölferungspolitiidhe Unterbilanz!
Der ftarfe Geburtenrüdgang ergibt [ih daraus, daß die Lehrer im Alter von mehr als
58 Jahren meift drei oder vier Kinder, die Lehrer im Alter von 54 bis 58 Kahren meiftens
zwei bis Drei Kinder und die unter 54 Yahren in der Mehrheit mır zmei Kinder hatten.
(„Tag“ vom 18, Febrnar 1916.)
Das jind Zahlen, die zu ernjter Mahnung dienen miülfen. Und dabei
reirutiert ji) unjer Beamtenftand aus den beften, phylifch und fittlich
noch gefunden Kreijen unjeres Volkes, in denen die Orijtlide Lebens:
anjhauung nod) febendig it. Anderfeits ift der Beamtenftand befonders
berufen und geeignet, unfere nationale Vollskraft für die Zukunft zu
heben und zu mehren. Gerade fein VBeijpiel hat auf die übrigen Be-
völferungsfreife verhängni&voll eingewirkt, von hier muß au) die Nück-
fehr zu eblern Auffaffungen und Sitten ausgehen.
r
?) „Sreuszeitung“ vom 4. März 1916, ?) CSulftatififhe Blätter Nr. 1915, 9/10