Sechstes Kapitel.
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die fortfährt, verarbeitet zu werden, ist zum Wert von 1 Shilling ge-
kauft, fügt aber jetzt dem Produkt einen Wertteil von 2 Shilling
%. Und die bereits versponnene, vielleicht schon als Garn auf dem
Markt zirkulierende Baumwolle fügt dem Produkt ebenfalls das
Doppelte ihres ursprünglichen Wertes zu. Man sieht jedoch, daß
diese Wertwechsel unabhängig sind von der Verwertung der Baum-
Wolle im Spinnprozeß selbst. Wäre die alte Baumwolle noch gar
Nicht in den Arbeitsprozeß eingegangen, So könnte sie jetzt zu
2 Shilling statt zu 1 Shilling wieder verkauft werden. Umgekehrt:
Je weniger Arbeitsprozesse sie noch durchlaufen hat, desto sicherer
St dieses Resultat. Es ist daher Gesetz der Spekulation bei solchen
Wertrevolutionen, auf das Rohmaterial in. seiner mindest ver-
arbeiteten Form zu spekulieren, also eher auf Garn als auf Gewebe
Ind eher auf die Baumwolle selbst als auf das Garn. Die Wert-
Anderung entspringt hier in dem Prozeß, der Baumwolle produziert,
Nicht in dem Prozeß, worin sie als Produktionsmittel und daher als
Konstantes Kapital funktioniert. Der Wert einer Ware ist zwar be-
Simmt durch das Quantum der in ihr enthaltenen Arbeit, aber dieses
Quantum selbst ist gesellschaftlich bestimmt. Hat sich die gesell-
Schaftlich zu ihrer Produktion erheischte Arbeitszeit verändert —
und dasselbe Quantum Baumwolle zum Beispiel stellt in ungünstigen
Ernten größeres Quantum Arbeit dar als in günstigen —, so findet
‚Me Rückwirkung auf die alte Ware statt, die immer nur als ein-
sclnes Exemplar ihrer Gattung gilt,?* deren Wert stets durch gesell-
Chaftlich notwendige, also auch stets unter gegenwärtigen gesell-
Schaftlichen Bedingungen notwendige Arbeit gemessen wird. .
pP Wie der Wert des Rohmaterials, mag der Wert. bereits im
we duktionsprozeß dienender Arbeitsmittel, der Maschinerie usw.,
Wr eseln, also auch der Wertteil, den sie dem Produkt abgeben,
s 7d zum Beispiel infolge einer neuen Erfindung Maschinerie der-
eben Art mit verminderter Ausgabe von Arbeit reproduziert, so
da wertet die alte Maschinerie mehr oder minder und überträgt
anher auch verhältnismäßig weniger Wert auf das Produkt. Aber
“ch hier entspringt der Wertwechsel außerhalb des Produktions-
Ta 20S0g, worin die Maschine als Produktionsmittel funktioniert.
von sesem Prozeß gibt sie nie mehr Wert ab, als sie unabhängig
diesem Prozeß besitzt. ”
win Vie ein Wechsel im Wert der Produktionsmittel, ob auch rück-
Ch ©Nd nach ihrem bereits erfolgten Eintritt in den Prozeß, ihren
be Ärakter als konstantes Kapital nicht verändert, ebensowenig
Van it ein Wechsel in der Proportion zwischen konstantem und
ihr, "ablem Kapital ihren funktionellen Unterschied [den Unterschied
=" Betätigungsweisen im Prozeß der Wertbildung]. Die technischen
Masse »Alle Produkte einer bestimmten Art bilden eigentlich nur eine
die n N deren Preis im allgemeinen bestimmt wird und ohne Rücksicht auf
Physio Sren Umstände des Einzelfalles.“ (Le Trosne: „De l’Inter&t Soeial.
rates, ed. Daire, Paris 1846, p. 893.)