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Wert der
Talformen
für den
Menschen.
Terrassen -
dörser.
Kraftwerke.
Fremden-
indnstrie.
Die Steilwände und die Gehängeterrassen der
Täler, die Wasserfälle, Schluchten und Seen ma
chen einen Hauptreiz der Alpenlandschaft aus; sie
sind aber auch für die Bewohner, ganz besonders
für ihr Erwerbsleben bedeutungsvoll geworden. Die
Menschen bevorzugen für die Alpwirtschaft den
schwach geneigten Boden der sonnigen Terrassen; hoch
über der stark bevölkerten Talsohle sind hier eine
Reihe von Bergdörfern und vereinzelten Senn
hütten entstanden. An der Stufenmündung der Sei
tentäler nützen zahlreiche Elektrizitätswerke und Fa
briken die Kraft des stürzenden Wassers aus (die
Fabriken von Mels und Flums im Seeztal; das
Löntschwerk im Kanton Glarus; die Anlagen im
Rhonetal). Zum gleichen Zweck baute man Kraft
werke an dem Laus des Talflusses, da, wo er über
eine Stufe zum nächst tiefer gelegenen flachen Tal
stück hinuntereilt. War anfänglich die Industrie
auf das Mittelland und den Jura beschränkt, so
dringt sie jetzt immer kräftiger auch in die Alpen
täler ein, die ihr so reichlich Wasserkraft zur Ver
fügung stellen. Die Zahl der Auswanderer hat
seit Jahrzehnten stark abgenommen; der sichere Ver
dienst in der Industrie hält die Talbewohner in
der Heiniat zurück, droht aber auch, der Alpwirt
schaft die nötigen Arbeitskräfte zu entziehen. Als
Quelle des Erwerbs ist neben der Industrie der
Reisendenverkehr von weit größerer Bedeutung ge
worden; darin liegt der materielle Wert der land
schaftlichen Schönheiten der Alpen. Die Ufer der
Gebirgsseen, die Wasserfälle und Schluchten des
Gebirges üben auf das Heer der einheimischen und
fremden Besucher eine starke Anziehungskraft aus.
Wie die althergebrachte Alpwirtschaft, so faßt die
moderne Hotelindustrie auf den sonnigen, aussichts
reichen Höhen festen Fuß. Auf der Sohle der trog-