Full text: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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den Gouvernements Simbirif, Samara, Saratow und Ajtradhan, haben 
fie fi, wenn audy weniger zahlreich, erhalten und bilden 5—9% 
der Gejamthevölferung. In den Gouvernements Kafan, Simbirfjf und 
Samara find aud) BajdhHkiren zu finden, Während der Regierungszeit 
der Zarin Katharina II. wurden in den Gouvernements Samara und 
Saratow zahlreidhe deutfhe Kolonien gegründet, die bis auf den Heuti- 
gen Tag als ge[Hlofjene Gebilde, die ihr VBolistum reinerhalten 
haben, nod) bejtehen. Den überwiegenden Teil der Bevölkerung diejer 
SGouvernements in den Städten, aber au) auf dem fladen Lande 
bilden die Grokrufjen. m SGouvernement Aljtradhan dagegen leben 
die Rullen in der Hauptjadje in den Städten und längs der Wolga, 
während die, vielfad) wüjtenähnlidhen Steppen im Weiten und Olten 
diefes Flujjes von nomadifierenden Kalmüden und Kirgijen bevölfert 
werden. Die Bevölferungsdidhte betrug im Jahre 1897 im Gouver- 
nement Rajan 34, SimbirjE 31, Samara 18, Saratow 29 und Altra- 
Han bloß 4 Perfonen auf einen Quadratkilometer. 
Das Klima des ganzen Gebietes ijt ausgejproden Kontinental, der 
Winter jehr jtreng und der Sommer Heiz. Doch find Hike und Kälte 
verhältnismäßig leicht zu ertragen, da die Luft in der Regel überaus 
troden ilt. 
Das linfe Ufer der Wolga ijt durdHweg niedrig, und hier Zieht 
lid gegen Often eine endlofe einförmige Cbhene bis zum Ural hin. Das 
rechte Ufer dagegen ift ho und hat ftellenweife einen hHügeligen € ha- 
ralter. Bekannt dur ihre Schönheit find die Segulewer Berge am 
redhten Wolgaufer beim fogenannten Samarajhen Bogen (Samarjkij 
(uf). Der Norden der Gouvernements Kafan, Simbir]t, Samara und 
Saratow ijt fait durdHweg überaus fruchtbar, bejonders in den welt- 
liden Teilen, und die Landwirt/Haft hat hier für die Bevölkerung 
eine vorherridende Bedeutung. Im Süden des Gouvernements Kafan 
ijt die Schhwarzerde überwiegend, eben]o in den Gouvernements Sim- 
birfE, Samara und Saratow. Im Süden des Gouvernements Sara- 
tow beginnen die Wüjten, die aud den größten Teil des Gouvernements 
Altradhan bededen, und für die Landwirt/dHaft nur geringe Möglich- 
feiten bieten. Auf AWderland und Wiejen entfallen im SGouverne- 
ment KRajan 49 bzw. 9%, Simbirft 52,4 bzw. 11,2%, Samara 48,5 
bzw. 31,6% und Saratow 63,3 bzw. 16% der Gejamtfläde. Angebaut 
wird im Gouvernement Kajan hauptfädlid Roggen und Hafer, weniger 
Weizen, audy Gerfte und an Indujtrie-Gewäcdjen Hauptfäcdlidh Saatlein 
und Hanf. Weiter füdlid gewinnt der Weizenbau immer mehr an 
Bedeutung. In den Gouvernements Samara und Saratow it aud 
ber Tabakfbau [ehr entwidelt und wird hier audy durH) einen geeigneten 
Boden begünftigt. Einen [Hweren Mikitand für die Landwirt|Haft 
bilden die häufig eintretenden Dürren, gegen die der ruljiidhe Bauer
	        
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