Full text : Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Das Eigmeergebiet und der finnifche Norden
Bon Y. Niefe

Der Norden des europäijdhen Ruklands wird in feiner ganzen
Ausdehnung vom nördliden Eismeer bhefpült. Den weitliden Teil
dildet das rulliidhe Lappland, die Halbinjel Kola. Die Küfte diefer
Halbinfel, die Murmanfkülte genannt, befteht, befonders im Aukßeriten
Nordwejten, Hauptfäclidh aus SGranitfellen, Anfängen an die Fjorbe
Norwegens, die ftellenweije eine Höhe von 400 FuH erreiden und
vielfad) Buchten bilden. Weiter Sftlih jtellen die Ufer eine fehr [Hwer
zugänglidje Fladkfülte dar, die nur in den tiefen Flukmündungen [idhere
Häfen bietet. Eine tiefe Bucht bildet 5SjtliH von der Halbinjel Kola
das Weihe Meer, in dem fi auch) der einzige Hafenort Nordruklands,
der bisher eine gqrökere Bedeutung für den Handel hatte, Arhangelit,
befindet.
Die Küfte des Nördliden Eismeeres, einf{HlieHliH das Weihe
Meer, ijt den größten Teil des Jahres zugefroren und daher der
Schiffahrt nur im begrenzten Maße zugänglidH. Nur an der Murmanfülte
 ijt dur) die Einwirkung des Golfitromes das offene Meer beinahe
das runde Yahr eisfrei.
Tas rulliihe Nordgebiet bildet eine grobe, flache Ebene, bie
id nad) Norden zum Eismeer zu. fenkt. Nur im Nordweiten it die
RandjdhHaft hHügelig und erinnert hier in vieler Beziehung an das be
nadbarte Finnland. Im Welten vom Pet/Hora-Flufjje wird die Ehene
vom niedrigen Timan-Gebirge durchzogen, das jedoch nirgends höher
als 250 m ilt.
Das Klima ift überall äukerft rauh, und in vielen Gegenden
des äußerten Nordens taut der Boden au im Sommer nur in [ehr
geringen Tiefe auf. Entjpredend diejen harten MNimatijHen Bedingungen
hat fid aud) die Pflanzenwelt entwidelt. Bon der Eismeerküfte bis
etwa zu dem Polarkreis ziehen Jid) die Tundren Hin, in denen FKFeinerlei
Bäume forffommen fönnen, weil nur wenige Monate im Yahre die
mittlere Tagestemperatur [id über den Gefrierpunkt erhebt, und der
Boden fhon in geringer Tiefe unter der Oberfläde nie auftaut. Auch
der ftändige Heftige Wind entzieht dem Boden an allen freier gelegenen
Stellen die Feuchtigkeit. Der typifHe Pflanzenwudhs der Tundra beiteht
 aus Zwergiträudern an den aeldhüßten Stellen, Moos und
            
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