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fogda und Wiatka, Lein und Teer aus dem Gouvernement Arhangelft,
ferner Fijde, Iran und Seehundsfelle. Auch mit Norwegen beitand
siit Iebhafter Handelsverkehr; es wurden dorthin Weizenmehl, Roggen,
Bretter, Segeltud, Tauwerk, Viehhäute u.a. m. ausgeführt.
Sehr behindert war jedod) der Ausfuhrhandel über Argangelit
dur) die ungünftigen Witterungsverhältnijfe. Schon Ende Oktober
bededt fid die Mündung der Düna mit Eisidhollen und Ende November
muß jede Schiffahrt eingeftellt werden; erft Ende Juni kann fie wieder
»oll aufgenommen werden. Aud) ijt die Schiffahrt wegen der jtarfen
Strömungen und vielen Untiefen im Weiken Meer überaus gefähr-
lid. Einigermaken gefahrlos für die Schiffahrt it bloß die Kurze Zeit
don Ende Juni bis Ende Augult.
Alle diefle Schwierigleiten regien den Gedanken an, an der eis-
jreien Murmanfküfjte einen Hafen 3zU jhaffen, der das runde Sahr der
Schiffahrt zur Verfügung tebt. So wurde im Yahre 1899 dort der
Hafen Alexandrow[k angelegt, der aber, weil er durch weite unwirtlidhe
Gebiete vom übrigen Rukland getrennt war, feine rechte Bedeutung
zrlangen Ionnte.
Eine wefjentlidH erhöhte Bedeutung gewann der Handelsverfehr
über das Nördlide Eismeer im Jahre 1914 nad Ausbruch des Welt-
frieges. Durd) die Sperrung der Ditjee und des Schwarzen Meers
jür den Aukenhandel war Rußland volljfändig von jeglicher Ver:
bindung mit feinen Alliierten dur die europäiflden Gewäljer, bie
bisher den Handelsverfehr vermittelt hatten, abgejdOnitten. €s mubkte
daher der Verfuch gemacht werden, die Häfen des Nordgebietes fülr
die Zwede der Verforgung des zujfijden Heeres mit Kriegsbedarf
nugbar zu maden. Es wurde fofort zu einem Yusbau des Hafens
von Arhangeljt gefhritten und verhältnismäkig große Warenmengen
dort eingeführt. YWber die überaus geringe Leijtungsfähigfeit der ein:
aleifigen Bahnlinie. nad Wologda hatte zur Folge, daK die Waren
ih in Argangeljt anjtauten und night an ihren Bejtimmungsort ge
jhafft werden Konnten. Gleichzeitig wurde mit fieberhafter Eile der
Bau einer direkten Bahnverbindung von Petersburg Zur Murmankülte
nad) Aezandrowft in Angriff genommen und bis 1916 auch) fertig-
geftellt. Ob Ddiefer Hafen in normalen Zeiten, wenn der ungehinderte
Warenverfehr durch die Oftfeehäfen wieder möglich ijt, eine groke Be-
deutung haben wird, Lleibt abzuwarten.