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(affungen am Dnjejtr. Immerhin waren die Mongoleneinfälle die
legten VBölferbewegungen; was weiter folgte, waren nur mehr poli-
tijde Eroberungen und Entwidlungen. So ijt vom Ende des 13. Sahr-
Hunderts die Herausbildung einer eingejejjenen Bevölkerung zu be-
obadıten, die allerdings die mannigfaltigjten Blutmijdhungen aufwies,
Grundlage bildeten die Moldowaner, die Nadkommen der römijdhen
Anjiedler, die Goten, Slawen und andere. In diejer Zeit entjtanden
Heine Fürftentümer oder Banate, die lid Mitte des 14. Jahrhunderts
zum moldauijden Fürftentum vereinigten. 3u Beginn des 16. Yabhr-
hHunderts eroberten die Türken den Jüdlidhen Teil Befjarabiens, Ende
diejes Yahrhunderts drangen von Norden nodmals Eroberer, die
Nogaijden Tataren, ein. Dieje wurden jpäter in ihren legten Meften
in die Krim überfiedelt. Seit dem 18. Sahrhundert kamen in die
nörbdliden Teile Beffjarabiens ufrainijde Kofaken. Bom Jahre 1812
an fiel das Land nady wiederholten Eroberungszügen endgültig an
Rußland. Die ruffifche Regierung [ucdhte das unter der Zürfenherr{dhaft
menjdjenleer gewordene Land jhnell 3u bevölfern durch) eine zielbewußte
Siedlungspolitit. Als Anfiedler wurden Deutjde und Bulgaren heran:
gezogen, die alsbald dur ihre Tüctigfeit den wenig|t fruchtbaren
Teil des Landes, den BudjhHak, zum reicjten Teile umgeftalteten.
Nachdem nad dem Krimkriege Rumänien einen Heinen Teil des Landes
(im Süden) fid) angeeignet hatte, der nad) dem Türkfeniriege 1878
wieder an Rußland zurüdfiel, Idheint nun die ganze reiche Provinz
aus dem Befjik des verbündeten Rukland, dem mit Rußland beliegten
Rumänien zuzufallen.
Befiarabien hat eine langgejtredte Geltalt, die fiH von Norden
nad) Süden jtarf verbreitert. Die Länge beträgt 380 km, die Breite
im Norden 20, im Süden 180 km. Der Flädeninhalt umfakht
45629,9 qkm. Seine Grenzen find far umriffen und natürlid:
im Norden der Unterlauf des Dnjejtr, im Weften der Pruth, im Süden
die Donau, im Olten das Schwarze Meer, Das Land erhält jeinen
Charakter als Borland der Karpathen, das fidH zur Donau und
zum Meer hin neigt. Die wejtliden Vorbergslandihaften erheben
JiQ bis zu 389 und 470 m. Die SHügelland[hHaften, die hei der Haupt»
[tadt Kifjdhinew fehr Ihön find, werden durd Steppenland| haften unter.
brodjen. Innerhalb des Landes gibt es feine größeren Gewälfer mehr.
Selbit die gröhten Nebenflüffe der Grenzflülfe trodnen im Sommer
aus, Wohl aber wird das Land von einer Reihe von fladjen Tälern
mit Steilrändern durchzogen, die von der ftarken, abfließenden Schnee
jdmelze gerifjen werden. Um jandigen Meeresufer und an der Mün-
dung der Donau Haben bieje Frühjahrsgewäffer eine Reihe von Seen
und Limanen gebildet, die meijt Salzwafljer enthalten. Die Unterlage
des Bodens, die Gefteine, gehören meilt jpäteren Hormationen der