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iaftung kaum genügt, den Unterhalt der Bevölkerung zu gewährt»
leijten, während unter anderen Bedingungen [ogar ein Überfdhuß er
zielt werden müßte, die Ausfuhr erhöht werden Könnte. Andererfeits
ilt es Dbezeichnend, daß wir nur bie Landeserzeugnijfe auszuführen
vermögen, die uns die Natur unmittelbar Kiefert. So ilt zum Beijpiel
im Gouvernement Minjk guter Aderboden nur zu 25 % vorhanden.
Es werden hier hauptläclid Roggen, Hafer, Gerfte, Buchweizen und
Kartoffeln angebaut. Die Ernte lieferte trog der geringen Bebauung
durchfHnittlid) fjehr jtattlide Beträge: 1908 waren es etwa 450000
Tonnen Roggen, 200000 Tonnen Hafer, 570000 Tonnen Kartoffeln,
70000 Tonnen Gerfte ulw.“ Soweit P. Kreczewity. — Die Ernte-
zrträge in Weißrukland in den Jahren 1903 bzw. 1905 find aus
folgender, Meyers Konverfationslexikion entnommener Tabelle er
icOhtlidh:
BouDernNeMeEnNtsS
Roaaen Gerlite Safer Kartoffeln
Buch- Fladhs-
weizen faljern
„Tonn. LTonn. LTonn, iTomnn. tTonn. kg
293,827 51.053 126,805 772,883 — 7,5 Mill.
194,584 369,764 32,153 —.
153,840 722,404 34,748 —
112,520 417,576 — 18,9
214.299 457,576 10,660 —
Wilna . .
Srodno -
MinlE . .
Mobhilew .
Witebit .
Smolenit .
Hierzu ft noch Hinzuzufügen, daß aukerdem nod) in einigen
Souvernements Weizen, Tabak, Hanf und Zuderrüben angebaut
werden. Das Gouvernement Smolenjt lieferte von fämtliden
Souvernements den agrökßten Ertrag an Flachsfaler (1903: 24749
Yonmnen).
Was die Verteilung des
ergibt fig) folgendes Bild*):
Gouvernements Aderland
Wilna. . . 40,3%
Srodno . . 39,6%
Mint... 23,5%
Mobilew . 31,7%
Mitebit . . 27,2%
Smolenif . 31.29,
Hnland
13,0%
13,8%
22,8°/
16,6%
19,6°/
11,5%
Obwohl das Gejamtgebiet des bebauten Landes durdjHnitttlich
‚inige 30 % Bei nur ungefähr 15 % Heufdlag in MWeikrukland be-
trägt und infolgedefjen die Landwirtjdhaft auf einer verhältnismäßig
Hohen Kulturftufe jtehen müßte, find dennod die Erträge infolge des
ungeregelten Wirtjdhaftsbetriebes noch Tehr gering. Die vernünftige
*\ Meners Konverlationslexifon.