Polen (Kongreß-Polen)
Bon N. Sıonn
Anmerkung: Sprig in polntiden Namen:
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Unter dem Namen „Polen“ find im Laufe der Zeiten Flädhenteile
Europas von erheblid) [Hwankendem Umfange verjtanden worden, weil
die Bezeidhnung „Polen“ in erfter Linie eine hHiftorijdhe, an den zeit“
weilig in weiten Grenzen fhwankfenden politiiden Begriff des polni[dhen
Staates gebundene Bezeidhnung ijt und nidt eine geographijdhe Benennung
für eine einwandfrei begrenzte natürlidHe Landjdhaft.
Die Grundzüge von Polens Territorialge[hichte müfjjen daher
befannt fein, will man mit diefem, im Laufe der Zeiten fo verfdhieden
großen bijtoriiden Polen einen‘ jeweils entipredenden geographildhen
Raumbegriff verbinden.
Die in Polens Gefhidhte in Frage kommenden territorialen Beränderungen
vollziehen jidh in einer Anzahl deutlid unter[Heidbarer
Perioden, deren er]te um das Yahr 950 mit dem Zujammenjdhluß der
damals an der mittleren Warthe und mittleren Weichfjel JiHenden Slawenftämme
der Polanen, Kujawen, Wijlanen, Leczycer und Mazuren
zu einem altpolniigen Staat unter Mieczy[Iaw I. (960—992) be
ginnt. Die alte Siedlung Kruldewik bildete ihr politijdes Zentrum.
Bereits unter Bole[law Chrobry, dem Tapferen (992 bis
L025), weiten fid die Grenzen Polens ganz bedeutend. Durch vorübergehende
Einverleibung Schlefiens werden im Südojten die Subdeten
als Grenze erreidht; das Flukgebiet der Mard) (Mähren) wird ebenfalls
angegliedert. m Süden dringt Polen bis an die Karpathen
dor, die es 3eitweilig Jübdlid der Tatra überjhreitet, Im Sübdoften
erjtredt fid) die Neidsgrenze bis Lemberg und Halicz, im Oljten bis
zum Bug. Im Norden wird die Grenzzone der Neke übermunden
und Sinternommern bis ans Meer beliebt.