Object: Wirtschaftspolitische Tagesfragen

oft die Steuerschulden, denn Sie werden alle 
mit mir nicht verlangen, daß der Bauer 
Steuern zahlen soll, wenn er nichts verdient. 
Aber er muß den Nachweis bringen. Und 
ich mache den landwirtschaftlichen Organi- 
sationen nicht mit Unrecht den Vorwurf, 
daß sie diese Dinge schon längst hätten in 
Ordnung bringen sollen. (Sehr richtig!) Das 
ist so rückständig wie nur möglich; das ist 
nach meiner Meinung vorsintflutlich und 
mittelalterlich. Das muß man ruhig einmal 
sagen gerade in Kreisen von Männern, die 
ja mithelfen sollen, denn das ist auch mein 
Wunsch. Wenn es zu langsam geht, dann 
nuß eben mehr Dampf dahinter gemacht 
verden; sonst gehen wir nämlich alle vor 
lie Hunde. Das ist meine Auffassung von 
len Dingen. Deshalb muß es die Aufgabe 
les Reichsverbandes der Deutschen In- 
lustrie und des Großhandelsverbandes sein, 
ler Landwirtschaft in dieser Beziehung hilf- 
‚eich zur Seite zu stehen und bei der Selbst: 
1ilfe mit aufzubauen, denn wenn wir das 
ıoch 10 oder 20 Jahre so gehen lassen, ich 
;laube, dann geht die Wirtschaft viel 
schwierigeren Zeiten entgegen, als wir es 
ıoffen und wünschen und als es für uns 
Deutsche gut ist. (Lebhaifter Beifall.)
	        
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