Full text: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bei entjprehendem Kapitalaufwand könnte die Förderung diejer Erze 
bei den jekigen Hohen Kupferpreifen gewiß mit Vorteil betrieben werden. 
In der Gegend von Kielce und von Czeftohowa und in der 
XZriasformation, die das Kohlenbeden zum Teil hebedt, gibt es jehr 
viel Kalkjtein, der vorwiegend zur Kalibrennerei, zum Teil aber 
aud als Bauftein dient. Für lekteren Zwed eignet [id bejonders 
der devonijde Kalkjtein aus der Gegend von Kielce und Checiny, 
der jidh in groBe regelmähige Blöde zerfühlagen läkt, eine gute Politur 
annimmt und als „Marmor von Kielkce“ bekannt ijt. 
3m füdliden Teil der LandjhHaft Kielce findet [ih ein weiher 
miozäner Kalfitein vor, der im frilden Zujtand, unmittelbar nad) 
jeiner Losbredhung aus dem Boden, weidh ijt und fiH dur Säge und 
Beil in große regelmähige Blöde teilen läßt, beim TIrodnen aber 
hart wird; er Könnte einen ausgezeichneten Baufjtein für die Städte 
abgeben, wenn Verkehrswege vorhanden wären, die jekt vollltändig 
fehlen. 
In den LandjHaften Kielce und RMadom gibt es vorzüglidhe, teils 
weihe, teils rote SanDditeine, die ih zu Bauzweden fehr gut eignen 
und immer ausgedehntere Verwendung finden. 
Sm füdlidhen Teil der Landihaft Kielce Iommt Gips in aus- 
gedehnien Lagern vor. 
Sn der Landjdaft Lublin, unweit der Stadt Chelm, findet jidh 
Rreide vor. 
In reiden Mengen treten in Kongrekpolen die verfdhiedenften 
Arten Ton auf, die zu allen erdenkfliden feramiijden Zweden von 
der Ziegelbrennerei bis zur Erzeugung von Fanence und Porzellan 
brauchbar find. 
In der LandiHaft Radom, längs des Nordflujjes der Heiligen- 
freugberge und weitwärts von ihnen findet jiH guter feuerfelter 
Ton, defjen BVorhandenjein die Gründung einiger keramijdher Fabhri- 
fen veranlakt hat; dort gibt es audy Oder, der an Ort und Stelle 
zu Yarben verarbeitet wird. — Iın Kohlenbeden kommen in Trias 
und Jura brauchbare feuerfelte Tone vor. 
In Kongreß-Bolen jprudeln im f[übliden Teil der LandjdHaft 
Kielce an einigen Stellen die Jhon erwähnten fakzigen Sch wefel- 
quellen, die mit den dortigen Gipslagern in Zujammenhang fjtehen; 
fie beweijen aber aud), daß in der Tiefe Salz exiftieren muß, Dviel- 
leidt nur in den Ton|dhicdhten zerftreut, vielleicht aber au zu größeren 
Lagern vereinigt. An Gafen enthalten dieje Quellen Schwefelwalfjer- 
itoff, an felten Subftanzen Kochfalz und Karbonate. In Bujk und 
Solce bejtehen dank diefen Quellen von altersher Heilbäder. 
Bekannt ijt ferner das Heilbad von Ciechocinek, das die dortige 
Salzauelle benükßt: ein ähnliches Bad DBeiteht aud in Anowroclaw.
	        
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