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jeugniffen und eine Erweiterung der Produktion hervorgerufen wurde.
Bon größtem Einfluß war ferner die WbidHaffung der Hörigfkeit (1861
in Rukland und 1864 in Polen) und die dadurch hHeruorgerufene Um-
wälzung in der Landwirt[dhaft. Die Grundbejiger waren NUN auf Die
Anftellung von Lohnarbeitern und auf den Ankauf von Hndultrie-
produkten, die fie früher vielfad) auf den eigenen FronhHöfen hatten
verfertigen lafjen, angewiejen. Andererfeits bekam dadurh au die
große Bauernmalie Geld in die Hand und wurde ebenfalls Käufer für
Fabriferzeugnifie. Ende der fiebziger Iahre tritt endlid die Zoll
politik Ruklands Hinzu, die durch einen ftrengen Protektionismus den
Schuß der einheimijdhen Kndultrie DO ausländi[her Konkurrenz be:
jwedte.
Die Entwidlung der Sndufjtrie Polens (mit Einfluß aud
der Kleinbetriebe) ijt aus folgenden, wenn au teilweife nicht ganz
gerläblihen Daten zu erjehen:
Xabhr
1877
1882
1892
‚903/04
1905
1910
Zahl der
yxabrifen '
Mrbeiter
506
9208
2909
„0479
0953
+.
252.17
276747
400922
Wert der
Produktion
1 1000 Rubel
13404
83672
221715
1420424
413858
R60148
Die Zahl der indujtriellen Betriebe Kongreh-Polens und Der
pajelbit befdhäftigten Mrbeiter zeigt laut den amtliden Angaben für
das Yahr 1913 die Tabelle S. 175.
Die Ziffern beziehen fig auf indujtrielle Betriebe mit meda-
ni{dem Kraftbetrieb oder auf Fabriken, in denen nicht weniger als
16 Arbeiter tätig find. Kleinere Fabriken und Handwerksitätten Jind
in der amtlidgen ruljildhen Statiftit nit herüclichtigt.
Die wicdtigjte der Berarbeitungsinduftrien ijt Die Textil-
induftrie, deren Betriebe ungefähr 34 % der Sefamtzahl bilden und
52 0% der gejamten MArbeiterfhaft bejhäftigen. Dieljer Indujtriezweig
ijt zugleich am meijten fonzentriert, indem hier die HöhHite DurdHihnitts-
zahl der Arbeiter auf eine Fabrik entfällt.
Die zweite Stelle nimmt die Metallindujtrie mit 14 % Der
Fabriken ein und 16 % der Arbeiterzahl; hieran reiht jid) die Nah-
sungsmittelfabrifation, wo die relativen Zahlen 14 0% und 14 %
betragen.