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Alien hinein. Und dieje Bedeutung des Gebiets als Umfchlag- und
Stapelplas ijt beftehen geblieben bei der wechjelvollen politijden Ber-
gangenbheit,
Wie vor fieben Jahrhunderten, fo gehören nod) heute Fladhs und
Helle zu den wicdhtigiten ANusfuhrwaren; in den legten Yahrzehnten jteht
die Holzausfuhr an erfter Stelle und vor dem Kriege Hatte die Butter-
ausfuhr, durd) den Weg, den der fibirijdHe Butterexport über die bal-
tildjen Häfen nahm, einen ftetig zunehmenden Umfang erreicht; die
bedeutende rullilhe Eierausfuhr über die Oltjeehäfen ijt [Hlieklid noch
hervorzuheben. LandwirtjHaftlide Erzeugnijje und Forftprodukte be-
herr{dhten die Ausfuhr nad) Wefjt- und Mitteleuropa. Der Haupt:
iunde vor dem Kriege war England.
An der Spike der Einfuhrwaren ftand Baumwolle — zum großen
Teil für die innerruffilhe Textilindujtrie, Eingeführt wurden ferner
nod) Maljdinen — befonders landwirtfHaftlidHe und Düngemittel, Roh-
gummi, Kohlen und Koks, Hemifdhe Produkte und AWpothekerwaren,
Heringe und Tee und bhefonders au Metalle als Rohitoff für die
baltijdhe Indultrie,
Vom gejamten AWukenhandel des rujjijhen Reichs entfiel cin AUn-
teil von ?2/, auf den Handelsweg über die Häfen der Baltijden Lande,
Unter den baltijden Seehandelsjtädten ftand Riga von jeher
an erfter Stelle, Reval war der bedeutendite Einfuhrhafen für Baum-
wolle. Der jibiride Butterexport ging zulekt hHauptjädlidh über Win:
dau. Libau, das den Vorzug der Eisfreiheit hat, fing an, [id Jtark
zu entwideln und Riga Konkurrenz zu madjen. Pernau war befonders
durd) feine Ausfuhr von Fladhs halktijHer Provenienz bekannt.
War die geographi[He Lage bejtimmend für die Stellung, die dem
baltijden Küljtenlande im Welthandelsverfehr zufallen mukte, [jo ijt
es verjtändlid von wie großer Wichtigkeit die Entwidlung und Unter-
haltung der inneren Verkehrswege, die die Warenbeförderung zur Külte
erleidhtern fonnten, von jeher fein mußte. Während in den Sftlid
angrenzenden Gebieten die Landjtraken alles zu wünfdhen lHieken, gab
es [don lange vor der Zeit der Eijenbahnen in Alt-Livland wohHlunter-
haltene Handels und Heerftrahen, an die [ih ein veräjteltes Neg von
Kieswegen anjdloß. In fpäterer Zeit wurden durH den Bau einiger
Chauffjeen die Verkehrsverhältnifje weiter gefördert, und im lebten
Viertel des vorigen und zu Anfang unfjeres Jahrhunderts brachte der
Eijenbahnbau eine neue BVerkehrsbelebung. An die Magijtralen [Hoffen
jid) bald auf private Initiative erbaute JHmalfpurige Zufuhrbahnen
und vor dem Kriege Konnte fid jede Gegend der Vorzüge des modernen
Verkehrsmittels erfreuen. Der Krieg aber, der fonjt jo unendlidh viel
zerftört hat, brachte auf dem Gebiet der Entwidlung der Verkehrswege
ginen weiteren IOhnellen Fortidhritt. Sowohl von rulliiher wie von