Full text: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Welde Entwidlungsmöglichtfeiten auf diefen Gebieten vorliegen, 1äßt 
fi® heute no) nicht fagen; fie mögen aber bedeutend fein. Man 
denke nur an das der finnijden Grenze fo nahe liegende Kirkenääs 
mit feinen reihen Eijenerzen! Früher hat man falt nur das wenig 
wertvolle, am Grunde der Seen Kiegende NRafjeneifenerz aufgearbeitet. 
So fjeben wir, daß die Natur dem Bewohner des finnijdhen 
Staates neben günftigen Fijdhereis und Schiffahrisbedingungen fowie 
günfjtigen Verfkehrsverhältnijfen im Innern des Landes, die Mög- 
[ichfeit bietet, durgy Moorkultur Viehzucdtgelände zu Ihaffen, und auf 
den der Küfte benadbharten Streifen Pflanzen anzubauen, die einer 
größeren Wärme bedürfen. Am widtigiten indejjen erfdheint die Kom- 
bination in der Voliswirtihaft Finnlands, welde entjteht aus dem 
Borhandenfein größter Waldreihtümer, zahlreicher Wafjerfräfte und 
ihlieklidh vielleicht audy noch wichtiger Erzlagerftätten. 
Auch für das Werden Finnlands, für feine Entwidlung ijt die 
geographi[de Lage maHgebend gewefen, nämlid) der Umjtand, daß 
die Spike der finnifjden Halbinfel in den Alandjdhären gewi[jermahen 
den VBorpoften befigt, der id) dem [Hwedijhen Fejtland bis auf geringe 
Entfernung nähert. An diejer Stelle entjtand zuerft der wechfeljeitige 
Verkehr; hier Iag der Weg, den die Schweden der Kreuzzlige des 
12, und 13. Sahrhunderts befuhren, um ihr Nachbarland im Namen 
Thrifti zu erobern. So finden wir au die erften Anfiedlungen an 
der Südküjte Finnlands, hier aud) die ältejten Städte, Abo im Welten, 
Wiborg im Olten, um Burgen als Kerne gejdhart. Schwebdijhe Be- 
völferung breitet id in einigen Küfjtenftreifen (Gegenden fruchtbaren 
Lehmbodens) aus. Sie bildet au den Stamm in den mittelalterlidhen 
Städten. Die Urbevölferung der Lappen, ein Zweig der mongolif[den 
Kaffe mit finnilh-ugriider Sprache, wird von den fi im Mittel- 
alter über weite dünnbeliedelte Räume ausbreitenden Finnen immer 
weiter nad) Norden zurüdgedrängt. Die Schweden gaben dem Lande 
Zivilifation und Kultur (zuerft römijd-Katholijdhe, dann nad) der Re: 
formation evangelijdje) und dem gejamten Gemeinwejen die Form. 
Sie verdrängten aber die Finnen nicht, welde den am weitelten nad) 
Nordoften vorgeldhobenen Pojten der finnifjdH-ugrijdhen Sprache bilden. 
Die blonden, helläugigen Finnen Haben hei ihrer überwiegenden Menge 
auf Grund ihrer Sitten und Gebräuche der Bevölkerung die hiftori[dhe 
Eigenart bewahrt, die auf jener Tradition gegründet ft, welche wir 
in den herrliden Gefjängen urfinnijden Lebens begründet finden, die 
finnifde Gelehrte unter dem Namen „Kalewala“ herausgegeben haben. 
Der vom finnijden Staate eingenommene Raum bildet befannt- 
lid) eine Brüde zwijdhen der andinavijden Halbinjel und der breiten 
Balis Europas — dem moskowitijHen Rukland. Kein Wunder, dak
	        
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